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Geplatzte Ader im Auge: Ist das gefährlich und was sind die Ursachen?

Geplatzte Ader im Auge

Wer schon einmal nichtsahnend in den Spiegel geschaut und einen roten Fleck mitten im Auge gefunden hat, weiß: Blutunterlaufene Augen können auf den ersten Blick einen ordentlichen Schreck auslösen. In den meisten Fällen besteht aber kein Grund zur Sorge, wenn Blut im Auge erkennbar ist. Warum das so ist und wann geplatzte Äderchen im Auge doch gefährlich sein können, lesen Sie hier!

 

Ursachen: Wie kommt es zu Hyposphagma?

 

Der Fachbegriff für Blutflecken im Auge lautet Hyposphagma. Damit ist ganz einfach ein deutlich geröteter Bereich in der weißen Fläche des Auges gemeint. Die betroffene Stelle lässt sich klar eingrenzen, das Weiße darunter ist nicht mehr sichtbar. Es kann mehrere Gründe haben, warum dieser Fall eintritt.

 

Warum platzen Adern im Auge?

 

Geplatzte Adern im Auge sind die Folge von erhöhtem Augendruck: Irgendwie muss sich der zu hohe Druck auf die Gefäße entladen, sodass eine der feinen Adern letztendlich platzt. Das kann passieren, wenn...

 

  •          ...man sich beim Niesen Mund und Nase zuhält
  •          ...man stark husten muss
  •          ...man sich beim Sport sehr anstrengt
  •          ...man Pressbewegungen ausführt (z.B. bei einer Geburt)
  •          ...bei einem Unfall oder Sturz ein Trauma entstanden ist

 

Die Anstrengung beim Geburtsvorgang ist übrigens auch eine Erklärung dafür, warum Neugeborene gelegentlich rote Flecken in den Augen haben. Bedenklich ist diese Körperreaktion also nicht.

 

Eine Operation am Auge kann ebenfalls die Wurzel des Problems sein; dementsprechend wichtig ist eine gründliche Nachsorge, in der unter anderem dieser Faktor beobachtet wird. Ganz anders sieht es da schon aus, wenn der Augenhochdruck durch eine Infektions- oder Gefäßkrankheit ausgelöst wird: Immer wieder neue Einblutungen im Auge sind kein gutes Zeichen.

 

Was bedeuten ständig rote Augen?

 

Je öfter Sie geplatzte Äderchen im Auge feststellen, desto früher sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Denn die Hyposphagmen können ein Indiz sein, dass entweder Bluthochdruck, eine Störung der Blutgerinnung oder eine andere (Gefäß-)Erkrankung vorliegt.

 

Bei der Blutgerinnungsstörung entstehen die Flecken auf dem Auge, weil das Blut sehr rasch aus der Wundöffnung austritt. Im Normalfall stockt das Blut relativ schnell, sodass die kleine Öffnung bald wieder verschlossen ist; eine Störung bewirkt, dass wortwörtlich mehr Blut fließt.

 

Achtung: Wichtig ist die Unterscheidung zwischen blutunterlaufenen und geröteten Augen. Computerarbeit, Müdigkeit, trockene Luft, Alkohol und Zigarettenrauch – all diese Faktoren reizen die Augen und können Rötungen des gesamten Auges verursachen. Bei einem Hyposphagma hingegen ist nur ein bestimmter Teil des Auges sichtbar von der intensiven Rotfärbung betroffen.
 

geplatzte Äderchen im Auge - Augenklinik iClinic
 

Ist eine geplatzte Ader im Auge schmerzhaft?

 

Blut im Auge – das klingt alles andere als angenehm. Aber ist so eine Einblutung im Auge tatsächlich schmerzhaft und wenn ja, was bedeutet das?

 

Blut im Auge und Kopfschmerzen

 

Gesellen sich zu den geplatzten Äderchen im Auge noch Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Probleme beim Sehen oder allgemein gerötete Augen, ist es Zeit für einen Arztbesuch. In seltenen Fällen kann hinter schmerzauslösenden Einblutungen ein Tumor hinter dem Auge stecken, der auf die Gefäße drückt und Kopfschmerzen verursacht. Das ist natürlich nur der schlimmste Fall – trotzdem ist Vorsicht besser als Nachsicht. Normalerweise ist ein Hyposphagma nämlich nicht schmerzhaft.

 

Rotes Auge ohne Schmerzen

 

Die Blutung wird durch einen zu starken Augendruck ausgelöst. Dementsprechend verspüren Betroffene bei geplatzten Adern im Auge häufig für kurze Zeit ein Druckgefühl. Abgesehen davon wird der Blutfleck aber meist erst im Spiegel entdeckt. Dass das Blut zwischen Binde- und Lederhaut fließt, spürt man in harmlosen Fällen nicht.

 

Es kann sogar passieren, dass eine Ader platzt, wenn man sich einfach nur allzu heftig die Augen reibt. Letztendlich ist eine Einblutung vergleichbar mit blauen Flecken an anderen Körperstellen: Bei manchen Menschen entstehen sie schneller, bei anderen seltener. Genauso verhält es sich auch mit der Heilung einer geplatzten Ader im Auge.

 

Roter Blutfleck im Auge – und jetzt? Die Behandlung

 

So ein roter Fleck auf dem weißen Bereich sieht ungewöhnlich aus, weshalb Betroffene die Einblutung möglichst schnell wieder loswerden wollen. Dabei ist es in aller Regel gar nicht nötig, sich speziell um das Blut im Auge zu kümmern.

 

Ist eine geplatzte Ader im Auge gefährlich?

 

Diese Frage pauschal zu beantworten, ist so gut wie unmöglich, denn ausschlaggebend sind immer die Begleitumstände. Wenn Sie sonst gesund sind, keine weiteren Symptome verspüren und nur sehr selten geplatzte Adern im Auge haben, besteht keine Gefahr. Wie gesagt: Schon ein heftiger Hustenanfall kann den Überdruck verursachen. Viel Blut tritt dabei nicht aus, das Hyposphagma wirkt nur durch den starken Kontrast zwischen Weiß und Rot etwas bedrohlich.

 

Wann man etwas gegen blutunterlaufene Augen tun sollte

 

Sollten Sie neben dem roten Fleck im Auge weitere Beschwerden feststellen (Kopfschmerzen, Sehstörungen, ...), kann es sein, dass mehr dahintersteckt. Von Stoffwechselstörungen über Arteriosklerose bis hin zu Diabetes ist das Spektrum der möglichen Ursachen dann relativ groß.

 

Die Blutung sollte dann medizinisch abgeklärt werden. In der Untersuchung wird mit einer Spaltlampe das Innere des Auges untersucht. So können diverse ernsthafte Gründe ausgeschlossen bzw. festgestellt werden.

 

Rote Äderchen im Auge wegbekommen: Hausmittel gegen Einblutungen

 

Vorweg: Hausmittel einzusetzen, ist bei einer geplatzten Ader im Auge nur bedingt sinnvoll bzw. effektiv. Im Regelfall ist nämlich schlicht und einfach Geduld gefragt (mehr dazu im nächsten Punkt). Wenn Sie eine Sehhilfe tragen, können Sie es zumindest damit versuchen, einige Tage auf Kontaktlinsen zu verzichten: Durch die Linsen wird erneut Druck auf die Gefäße ausgeübt.

 

Eine weitere Möglichkeit sind feuchte Augenkompressen und Augentropfen auf Pflanzenbasis, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Augen sind sehr trocken. Legen Sie einen kalten Waschlappen sekundenweise auf die geschlossenen Augen und genießen Sie die kühlende Wirkung.

 

Wie lange dauert es, bis man die geplatzte Ader nicht mehr sieht?

 

Einblutungen im Auge sind, wie erwähnt, Hämatomen am restlichen Körper relativ ähnlich. Das bedeutet, dass sie nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden, sondern im Heilungsprozess oft von einer Verfärbung zur nächsten wechseln. Je mehr Blut ausgetreten ist, desto länger muss man sich gedulden, bis es wieder abgebaut ist. Spätestens nach 1-2 Wochen sollte nichts mehr von der geplatzten Ader zu sehen sein.

 

Geplatzte Adern im Auge müssen also längst nicht so dramatisch sein, wie sie im ersten Moment wirken. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie Ihr Hyposphagma einzuschätzen ist, schadet es aber natürlich nie, einen Augenarzt aufzusuchen. Die Gesundheit geht schließlich vor! 

 
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