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Astigmatismus

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Astigmatismus: Fehlsichtigkeit durch Hornhautverkrümmung

Astigmatismus: Fehlsichtigkeit durch Hornhautverkrümmung

Astigmatismus: Was ist das?

Bei Astigmatismus handelt es sich um einen Brechungsfehler des Auges. Aufgrund einer verkrümmten Oberfläche der Hornhaut kann Lichteinstrahlung nicht – wie im Idealfall – in einem Brennpunkt auf der Netzhaut gebündelt werden. Stattdessen entsteht eine Brennlinie. Aus diesem Grund wird Astigmatismus auch als Stabsichtigkeit bezeichnet.

Keine Sorge: Ein Astigmatismus von bis zu 0,5 Dioptrien ist normal. Es handelt sich dabei lediglich um eine physiologische Abweichung zur kreisrunden Idealform und wird im Normalfall nicht einmal als Kontrast zur Norm wahrgenommen. Die Hornhautverkrümmung ist meist vererbbar und damit angeboren, kann aber auch als Folge von Augenverletzungen, Augenerkrankungen oder Augenoperationen auftreten.
Unterschieden wird allgemein zwischen zwei Arten von Astigmatismus:
  • Regulärer Astigmatismus:
Als regulären Astigmatismus bezeichnet man die klassische Stabsichtigkeit mit zwei unterschiedlich brechenden Meridianen, so dass die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen eine stabförmige Brennlinie ergeben. Diese Art von Astigmatismus ist für gewöhnlich angeboren.
  • Irregulärer Astigmatismus:
Im Gegensatz zum regulären Astigmatismus ist der irreguläre Astigmatismus häufig eine Folge von Defekten, Verletzungen und Vernarbungen der Hornhaut. Die Oberfläche der Hornhaut ist dabei unregelmäßig gewölbt, so dass anstatt eines Brennpunktes mehrere Brennpunkte entstehen.

Eine Hornhautverkrümmung tritt in vielen Fällen im Zusammenhang mit einer weiteren Fehlsichtigkeit wie Kurz- oder Weitsichtigkeit auf. 20% der Bevölkerung sind von einem Astigmatismus betroffen, der der Korrektur bedarf, also höher als 1,0 Dioptrien liegt. 
Blick des astigmatischen Patienten
Blick des astigmatischen Patienten
 

Hornhautverkrümmung: Das sind die Symptome

Oft ist eine Hornhautverkrümmung ein Bewusstwerdungsprozess, denn nur selten werden angeborene Fehlfunktionen des Auges wahrgenommen. Wer in der Ferne und der Nähe gleichermaßen verschwommen sieht und insbesondere Schwierigkeiten beim Lesen und Erkennen von Zahlen hat, weist Symptome eines Astigmatismus auf.

Dazu kommt ein Ermüdungszustand der Augen, der sich vor allem in trockenen Augen und Augenbrennen zeigt. Unter Umständen wird dies begleitet von einer erhöhten Blendempfindlichkeit, die nächtliche Autofahrten zu einem unangenehmen Unterfangen machen kann.

Durch häufiges Blinzeln und Zusammenkneifen der Augen, um zu erkennen, was direkt vor der eigenen Nase um einiges schärfer dargestellt werden sollte, stellen sich pochende Kopfschmerzen ein. Wenn Sie mehrere Symptome dieser Art aufweisen, ist ein Besuch beim Augenarzt dringend zu empfehlen.


Unterschied zwischen Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Astigmatismus.
Unterschied zwischen Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Astigmatismus.

Stabsichtigkeit: Testverfahren zur Diagnostik

Wie Presbyopie, Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit ist auch der Astigmatismus auf einen Refraktionsfehler zurückzuführen. In mehreren Schritten erhalten Sie eine umfassende Diagnostik über den Grad der Hornhautverkrümmung.

Objektive Refraktionsbestimmung


Die objektive Refraktionsbestimmung erfolgt computerautomatisiert über ein sogenanntes Autorefraktometer, durch welchen die objektiven Dioptrien gemessen werden. Statt einer manuellen Veränderung erfolgt der Test heute vollautomatisch als Computertest.

Keratometrie


Als Keratometrie bezeichnet man die Messung der Hornhaut. Diese erfolgt mit Hilfe eines Ophthalmometers zur Messung der Oberflächenkrümmung sowie durch eine Hornhauttopografie, die die Hornhautoberfläche exakt vermisst und die einzelnen Brennwerte genau berechnet. Auch eine Placido-Scheibe ist ein geeignetes Mittel zur Bestimmung des Grads der Hornhautkrümmung.

Subjektive Refraktionsbestimmung


Die bisher durchgeführten Untersuchungen bilden die Grundlage für eine subjektive Refraktionsbestimmung, die dazu dient, ein optimales Ergebnis sicherzustellen. Die untersuchte Person liest dabei auf einer Buchstaben- oder Zahlentafel einzelne Reihen vor. Verschiedene Brillengläser sollen dabei evaluiert werden.

Im Anschluss an diese Tests erfolgt ein sogenannter Kreuzzylinderabgleich, bei dem Zylinderachse und Zylinderstärke in Feinabstimmung aufeinander eingestellt werden, um in einem Brillenglas das bestmögliche Ergebnis zu liefern.

Übrigens: Auch ein erster Selbsttest ist möglich. Betrachten Sie dazu ein Astigmatismus-Sonnenrad aus verschiedenen Entfernungen senkrecht zur Bildfläche. Wenn Ihnen die Abstände zwischen den Strichen oder die einzelnen Strichstärken unregelmäßig erscheinen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie einen Astigmatismus haben.

Astigmatismus auf dem Brillenrezept


Während der sphärische Wert Kurz- oder Weitsichtigkeit verzeichnet, zeigt der Zylinder (Cyl) die Art der Korrektur einer Hornhautverkrümmung an. Der Brechwert wird hierbei in Dioptrien angegeben. Die Position der Achslage (Achse A) des Zylinders wird stattdessen in Grad (0-180° Grad) erfasst und kann sich im Laufe des Lebens durchaus verändern.

Brillenträger mit Astigmatismus erhalten für gewöhnlich torische Brillengläser zur Korrektur der Hornhautverkrümmung. Die Brechkraft des Glases ist dabei nicht rotationssymmetrisch, sondern hat zwei verschiedene Hauptschnitte mit jeweils unterschiedlichen Brechwerten. Nicht nur für Brillen gibt es torische Gläser, sondern auch für Kontaktlinsen sind sie erhältlich.


Machen Sie einen schnellen Test um zu feststellen, ob Sie unter Astigmatismus leiden können.

Stabsichtigkeit bei Kindern

Wie bereits erläutert, sind Hornhautverkrümmungen in der Regel vererbbar und können sich somit schon in jungen Jahren auswirken. Das Auge eines Kindes verändert sich bis etwa zum 12. Lebensjahr stark. Allerdings sollten Sie als Elternteil – insbesondere dann, wenn Sie selbst Brillenträger sind und unter Fehlsichtigkeit leiden – Ihr Kind im Blick haben.

Früherkannter Astigmatismus sollte so bald wie möglich behandelt werden. Eine unbehandelte Hornhautverkrümmung bei den Kleinsten kann zu Schwachsichtigkeit (Amblyopie) führen und ist somit nur mehr schwer korrigierbar. Es droht ein Verlust des räumlichen Sehvermögens.

Symptome eines Astigmatismus bei Kindern sind oft unauffällig. Achten Sie als Eltern insbesondere darauf, ob Ihr Kind häufig über Kleinigkeiten oder sogar über die eigenen Füße stolpert, kleine Spielzeuggegenstände (z.B. Murmeln) nicht finden kann oder nicht wahrzunehmen scheint oder etwa beim Legospielen häufig ins Leere greift.

Ist das Kind in regelmäßigen Abständen müde und reizbar, klagt über Kopfschmerzen oder darüber, dass es an der Tafel in der Schule nicht alles lesen kann, sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Kindern bleibt bis zum 18. Lebensjahr nur die Wahl einer Brille – doch selbst Kinderbrillen sind heute zum Glück so topmodisch, leicht und flexibel wie nie zuvor!


Astigmatismus kann nur von einem Augenarzt diagnostiziert werden

Astigmatismus lasern 

Im Rahmen einer refraktiven Chirurgie lässt sich der reguläre Astigmatismus vollständig beheben. Mögliche Kandidaten für den Lasereingriff sind all jene, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, und seit einem Jahr einen stabilen Augenfehler aufweisen.

Wir empfehlen zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung die sogenannte Z-LASIK-Methode („Laser in situ Keratomileusis“). Eine weitere Möglichkeit zur Behebung von Astigmatismus, sofern mit Kurzsichtigkeit kombiniert, ist die sogenannte Relex Smile Methode Bei beiden wird mit Hilfe eines Lasers ein Teil der Hornhaut im Inneren des Hornhautgewebes abgetragen. Die Vorteile einer solchen Behandlung sind klar ersichtlich:
  • Die Operation ist schmerzfrei und wird ambulant in Lokalanästhesie vorgenommen.
  • Der gesamte Eingriff dauert nur ca. 20 Minuten.
  • Das Auge erholt sich schnell von der Operation, innerhalb von zwei bis drei Monaten nach der OP ist das Sehvermögen stabil.
  • Die Methode schont die Hornhaut.
  • Postoperativen Entzündungen kann effektiv vorgebeugt werden.
Nur selten treten Nebenwirkungen wie trockene Augen oder eine Verschlechterung der Nachtsicht auf.

Wir beraten Sie gerne bei einem persönlicher Gespräch oder einer Voruntersuchung

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