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Schwachsichtigkeit

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Amblyopie

Amblyopie (Schwachsichtigkeit, funktionelle Sehschwäche)
Amblyopie (Schwachsichtigkeit, funktionelle Sehschwäche) begleitet die Betroffenen von Kindheitsbeinen an und ist ein Funktionsfehler, der dazu führt, dass das Gehirn nicht richtig verarbeiten kann, was die Augen wahrnehmen.


Was versteht man unter Amblyopie?

Schwachsichtigkeit ist ein Augenfehler, der zur Verminderung der Sehschärfe auf einem oder in seltenen Fällen auch beiden Augen führt. Im Gehirn werden bei gesunden Augen die zwei Bilder, die beide Augen individuell übermitteln, zusammengefügt – ein Gesamtbild entsteht.

Eine Sehschwäche entwickelt sich hingegen dann, wenn die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Augen nicht entsprechend stimuliert werden. Da das Gehirn Doppelbilder vermeiden möchte, wird das fehlerhafte Auge stattdessen ausgeblendet. Die Folgen sind Unschärfe und Beeinträchtigungen im räumlichen Sehen.

Die funktionelle Sehschwäche entsteht für gewöhnlich bereits während der ersten Lebensjahre. Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb unabdingbar, um Folgeschäden zu vermeiden. Oft geht Amblyopie mit einem weiteren Refraktionsfehler – einer Hornhautverkrümmung, Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit – einher.

Schwachsichtigkeit oder Amblyopie

Welche Ursachen hat Schwachsichtigkeit?

Die Gründe für Amblyopie sind unterschiedlich, dementsprechend wichtig sind eine umfassende ophthalmologische Untersuchung und frühzeitig einsetzende therapeutische Maßnahmen zur Behandlung der Ursachen und der funktionellen Sehschwäche.
 

Schielamblyopie

60 – 70% aller Kinder, die extrem schielen, entwickeln aufgrund der Tatsache, dass das Bild am schielenden Auge nicht im Zentrum der Netzhaut gebildet wird und die Bilder beider Augen nicht korrespondieren und dementsprechend im Gehirn nicht richtig zusammengestellt werden können, eine Schwachsichtigkeit.
Somit gehört Schielen zu einer der häufigsten Ursachen für Amblyopie, die in diesem Fall auch als Suppressionsamblyopie bezeichnet wird. Schielt Ihr Kind, sollten Sie auf jeden Fall einen Augenarzt aufsuchen, der sich auf Kinder spezialisiert hat.
 

Augenerkrankungen als Ursache

Obwohl eher selten können auch Augenerkrankungen eine Amblyopie hervorrufen. Im Zuge einer Deprivationsamblyopie sind die brechenden Medien getrübt, der foveolare Reiz wird so unterdrückt. Ein angeborener Grauer Star oder Katarakt sind dabei zumeist die zugrunde liegenden Erkrankungen.
Auch anatomisch-organische Faktoren können zu einer Schwachsichtigkeit beitragen. Ein hängendes Oberlid (Ptosis) oder ein Blutschwämmchen (Hämangiom) führen unter Umständen zum Verschluss des Auges. Das “fehlende” Auge wird in der Folge vom Gehirn ausgeblendet. Es entstehen Sehstörungen.
 

Refraktions-Amblyopie

Unbehandelte Brechungsfehler sind häufig eine unerkannte Gefahr, die eine funktionelle Fehlsichtigkeit mit sich bringt. Unterschieden wird hier zwischen einer Amblyopie, die das Ergebnis eines sehr starken Dioptrien-Unterschieds zwischen beiden Augen ist und vom Gehirn nicht ausgeglichen werden kann, und einer starken Fehlsichtigkeit beider Augen.

Das Risiko einer Amblyopie bei hochgradiger beidseitiger Kurzsichtigkeit ist geringer als die Gefahren einer Weitsichtigkeit. Durch Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) steigt die Wahrscheinlichkeint von Ambylopie ebenfalls weiter an. 
 

Die Rolle der Vererbung

Fehlsichtigkeit wie ein Astigmatismus sind oft angeboren. Auch eine Amblyopie ist oft familiär bedingt. Ist bei einem oder beiden Elternteilen ein Refraktionsfehler oder sogar eine Schwachsichtigkeit diagnostiziert, gilt es als wahrscheinlicher, dass auch die Kinder einen solchen Augenfehler aufweisen. Eine frühzeitige Untersuchung kann sich hier bezahlt machen.

Besonders gefährdet sind Kinder, die deutlich zu früh das Licht der Welt erblickt haben und in Ihrer Entwicklung zeitverzögert sind. In Ausnahmefällen führt auch Nährstoffmangel neben anderen Folgeerscheinungen zu einer sogenannten toxischen Amblyopie.


Anhand welcher Symptome kann Amblyopie diagnostiziert werden?

Schwachsichtigkeit drückt sich insbesondere durch einen Verlust der Sehschärfe aus und kann im Extremfall sogar den Grad einer einseitigen oder beidseitigen Blindheit erreichen. Bei Kindern zeigt sich eine Amblyopie unter Umständen darin, dass sie sehr ungeschickt sind, häufig stolpern oder daneben greifen. Geschicklichkeitsspiele werden so zu einer großen Herausforderung.

Im Kindergarten- oder Vorschulalter sind es Ausmalbilder und Leseübungen, die sich äußerst schwierig gestalten und die Eltern sensibilisieren sollten. Auch ein Verlust der räumlichen Orientierung gehört zu den Symptomen einer Schwachsichtigkeit.

Weitere Hinweise können ein Zittern eines oder beider Augen oder übermäßiges Zwinkern sein. Außerdem wird der Kopf oft schief gehalten, um den Ausfall eines Auges funktional auszugleichen. Allerdings sind diese Symptome nicht nur unspezifisch, es müssen sich nicht einmal unbedingt äußerliche Faktoren bemerkbar machen.

Dies ist der Grund, weshalb Vorsorge eine wichtige Rolle spielt. Speziell abgestimmte Sehtests für Babys und Kleinkinder können genauso Aufschluss geben wie eine sogenannte Skiaskopie. Bei dieser Eintropfuntersuchung wird ein Lichtstrahl ins Auge geleitet und die Reflektionsfähigkeit der Netzhaut geprüft.


Amblyopie im Erwachsenenalter

Eine Amblyopie tritt während der Entwicklung der Sehkraft auf und ist im Erwachsenenalter äußerst selten. Wird sie allerdings erst nach dem 12. 9.Lebensjahr diagnostiziert, ist eine erfolgreiche Behandlung so gut wie ausgeschlossen. Eine unbehandelte Schwachsichtigkeit kann weitreichende Konsequenzen für die Berufswahl oder eine mögliche Fahruntauglichkeit haben.

Augengymnastik erweitert das Plastizitätsniveau des Auges und kann so auch positive Effekte bei einer Amblyopie haben. Spezieller Software zur neuronalen Veränderung oder Spielen wie Tetris wird ebenfalls nachgesagt, für eine Verbesserung der Sicht zu sorgen. Der tatsächliche Effekt gilt als umstritten.

Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr stellt Augenlasern eine gute Möglichkeit dar, Refraktionsfehler (Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Astigmatismus) zu beheben. Das Verfahren ist schmerzlos und erfolgt in Lokalanästhesie. Auch dann kann das schwachsichtige Auge zwar nicht zu 100 % sehen, trotzdem ist die Sehschärfe nach dem Eingriff mit großer Wahrscheinlichkeit besser als mit Brille oder Kontaktlinsen.

Schwachsichtigkeit bei Kindern

Die Sehfähigkeit entwickelt sich während der frühen Jahre der Kindheit. Sind in der Familiengeschichte starke Refraktionsfehler sehr ausgeprägt, sollten die Eltern mit ihren Kindern im Alter von ca. 2 Jahren einen Spezialisten aufsuchen, um anhand einer speziellen Früherkennung eine Amblyopie auszuschließen.

Weitere Untersuchungen erfolgen im 3., 6. und 9. Lebensjahr. Diese sind insbesondere deshalb wichtig, weil mit dem 9. Lebensjahr die Sehentwicklung abgeschlossen und eine Schwachsichtigkeit kaum mehr zu behandeln ist.

Behandlung von Amblyopie

Sollte Fehlsichtigkeit oder eine organische Augenerkrankung ausschlaggebend sein für die Entwicklung eines funktionellen Sehschärfeverlustes, sollten in einem ersten Schritt die zugrundeliegenden Ursachen behandelt werden.

Weit- und Kurzsichtigkeit im Kindesalter können ausschließlich durch eine Brille behoben werden. Eine operative Korrektur kann erst ab dem 18. Lebensjahr erfolgen. Ausgeprägtes Schielen oder angeborene Augenerkrankungen wie der Graue Star hingegen werden operiert.

Des Weiteren werden Behandlungsansätze empfohlen, die das betroffene Auge zwingen zu arbeiten. Dazu gehört unter anderem die sogenannte pleoptische Behandlung. Es handelt sich hierbei um eine Übungsbehandlung mit orthoptischen Übungen, die spielerisch beim Arzt bzw. zu Hause durchgeführt werden.

Ergänzend wird eine Okklusionsbehandlung vorgeschlagen. Hierbei wird das gesunde Auge mit einem Pflaster abgeklebt, so dass das schwachsichtige Auge seine Funktion erneut aufnehmen muss. Je mehr Freude das Kind dabei am Einsatz des Pflasters hat desto besser die Aussichten auf baldigen Therapieerfolg. Die Okklusionsbehandlung wird auch bei Augenverletzungen eingesetzt.

Wir beraten Sie gerne bei einem persönlicher Gespräch oder einer Voruntersuchung

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