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Ticket Wien-Bratislava und retour kostet €16,- und beinhaltet auch am ersten Tag die öffentlichen Verkehrsmittel in Bratislava.

Tag 0: Freitag: Ankunft war in Bratislava Peterzalka für mich schon um 8:44h, ein kleiner Bahnhof, ganz in der Nähe zur Klinik. Von dort geht die Buslinie 80 (direkt vor dem Bahnhof, gleiche Straßenseite) mit 4 od. 5 Zwischenstationen direkt zum Aupark. Im Bus gibt es Bildschirme die die jeweilige Station vorankündigen, man kann sich also gar nicht verirren. Fahrtzeit ca. 10 min. Dort angekommen geht man nur über die Straße und eine kleine Brücke und schon ist man da. Im Turm dann am besten mit dem Aufzug (nicht die sportliche Variante über die Stiegen nehmen da die Türe zum Gang oben verschlossen ist!) in den zweiten Stock und den Hinweisen folgen.
 
Bei der Anmeldung wird ein Ausweis verlangt und der ausgefüllte Fragebogen soll abgegeben werden. Man erhält auch einen Gutschein für einen Kuchen und einen Rabatt für das neue Kaffeehaus im Erdgeschoss des Turms. Nach einer kurzen Wartezeit startet eine Reihe von Augenuntersuchungen, wenn man dafür über ein paar englische Sprachkenntnisse verfügt, schadet es nicht, geht aber auch ohne! Die Zeit vergeht wie im Flug. Bei einem Gespräch mit einem Augenarzt wird dann noch die Therapie besprochen und festgelegt. Für mein Augenproblem kam nur der Z-Laser in Frage. Dieser Plan wird von einem weiteren Arzt noch gegengeprüft. Dann erhält man noch schriftliche Aufklärungsblätter die über mögliche Nebenwirkungen aufklären und zu unterzeichnen sind. Und dann heißt es schon auf zur Bezahlung und „...dann machen wir uns einen OP-Zeitpunkt aus...“! Die Bezahlung kann nur in bar oder mit Kreditkarte erfolgen. Man kann sich eine Sonnenbrille aussuchen, natürlich kann man aber auch seine eigene (ohne Korrektur!) mitbringen.
 
Und für mich ging es dann ohne Umschweife schon zur Vorbereitung, quasi kurz und schmerzlos! Man erhält Überzieher für die Schuhe, eine OP-Haube und einen Mantel und die Augen werden mit einem Anästhetikum eingetropft. Auch eine Anti-Stress-Pille ist dabei. Schließlich werden auch noch die Lider mit einem Betäubungsmittel eingestrichen und das linke Auge wird abgedeckt. Spätestens jetzt beginnen die Nerven dann trotz Pille doch etwas zu zittern! Tja und nach ein paar Minuten wird man auch schon in den OP-Raum geholt. Eine Schwester hilft beim Platzieren, hinter dem Gerät sitzt der Arzt. Man liegt auf einer Liege, der Kopf liegt in einem ringförmigen Polster. Wieder wird man nach seinem Namen gefragt.
 
Zunächst wird man über den Ablauf aufgeklärt, also über die verschiedenen Lichter die man gleich sehen wird. Dann geht es schon los: die Lider des rechten Auges werden mit einem Instrument offengehalten und Flüssigkeit wird ins Auge getropft damit das Zwinkern unnötig ist. Dann soll man in ein kleines grünes Licht schauen und es beginnt der, für mich, unangenehmste Teil: eine Art Saugnapf saugt sich ans Auge, so dass es vollkommen fixiert ist. Dass hat leider bei mir nicht gleich auf Anhieb geklappt und ich habe es außerdem als schmerzhaft empfunden. Ich hatte den Eindruck dass mein Auge dabei ganz fest umklammert wird. Jedenfalls wenn das alles passt, wird der Laser aktiv und macht den Einschnitt an der Hornhaut. Man spürt das Schneiden an sich gar nicht! Es dauert ca. 30-45 sec, dann wird die Hornhaut zurückgeklappt und es kommt die eigentliche Behandlung bei der man winzige rote Pünktchen sieht, ähnlich einem Feuerwerk, und es riecht unangenehm nach verbrannter Haut. Der Arzt
sagt mehrmals dass man ganz ruhig atmen soll, dann wird die Hornhaut zurückgeklappt – fertig. Die gleiche Prozedur dann auf dem linken Auge. Diesmal war auch der Saugnapf schon beim ersten Ansetzen erfolgreich, hurra!
 
In Summe ist man ca. 10 min im OP. Es geht alles so schnell, dass eigentlich nicht viel Zeit für Aufregung bleibt. Der Arzt begleitet einen hinaus und bespricht noch einmal kurz die verschiedenen Augentropfen und wie sie anzuwenden sind, dann ist man auch schon entlassen. Bei mir war das kurz vor 12:00 Uhr.
 
Ich bin dann zu Fuß über die Donaubrücke zum Hotel Devin gegangen. Das Zimmer wurde übrigens ebenfalls freundlicherweise von Hr. Hössl (iclinic) für mich vorab organisiert. Der Spaziergang dauert maximal 15 min, ein Taxi zahlt sich also wirklich nicht aus. Dort angekommen bezog ich mein Zimmer im 4. Stock mit seitlichem Blick zur Donau, den ich allerdings die ersten 3 Stunden nicht genießen konnte. Ich hatte ein kratzendes Gefühl in den Augen und es war tränengefüllt und lichtempfindlich. Alle Vorhänge waren zugezogen und alle Lichter abgedreht, kurz war ich etwas verzweifelt wie ich morgen zur Kontrolle kommen sollte. Ich habe sie gar nicht richtig öffnen können, ganz zu schweigen da noch Flüssigkeit eintropfen zu wollen. Da ich aber die Aufgabe hatte meine Augen einzutropfen ging ich nach den 3 Stunden hin und habe einmal manuell meine Lider geöffnet – und siehe da, alles war plötzlich viel besser! Ich habe dann gleich alle Tropfen angewendet, die Sonnenbrille aufgesetzt und mich auf den Weg in die Altstadt gemacht.
 
Schon zu Hause hatte ich mir auf mein Handy eine App mit dem Plan von Bratislava heruntergeladen und das hat wirklich gut funktioniert. Ich war ausgesprochen positiv überrascht wie schön die Altstadt ist! Enge Gassen, viele Lokale, sehr viele junge Leute, Touristengruppen, Musikanten, einfach schön! Und ohne optische Brille! Keine Probleme mehr, auch die oftmals angesprochene Trockenheit der Augen hat sich bei mir nicht gezeigt.
Tag 1 nach der OP: am Morgen wird eingetropft, ich habe keine Schmerzen, ganz wenig ist noch ein Kratzen zu spüren. Das Bild ist etwas grau, als ob ein dünner Schleier vor dem Auge wäre. Wenn man in einen Lichtpunkt schaut, sind rundherum lauter kleine weiße Punkte, es ist also nicht scharf. Wie ich später bei der Kontrolle erfahre, wird dies von Tag zu Tag besser werden, deshalb mache ich mir auch keine Sorgen. Besagte Kontrolle findet kurz nach 9:00 Uhr wieder in der Klinik statt und dauert keine 10 Minuten. Alles ist wunderbar und ich trete wieder die Heimreise an. Mit einer anderen Patientin teile ich mir diesmal ein Taxi zurück zum Bahnhof, Kosten ca. €7,-
 
Tag 2 nach der OP: Das Grau ist immer noch da, aber ich merke schon, dass es besser wird. Ich tropfe fleißig ein und ich gehe zum ersten Mal nach der OP wieder laufen! Und am Abend fahre ich auch schon wieder mit dem Auto, alles ohne Probleme.
 
Tag 3 nach der OP: Ab in die Arbeit, und zwar mit dem Motorrad. Super, zum ersten Mal ohne optische Sehhilfe die im Helm stört! Auch der Luftzug der im Helm auftritt stört mich nicht. Bei der Arbeit am Bildschirm muss ich mir erst den richtigen Bildschirmabstand einstellen und ich merke schon, dass die Augen derzeit schneller müde werden. Für die bei mir nicht korrigierbare Altersweitsichtigkeit habe ich jetzt eine Lesebrille wenn ich Unterlagen zu lesen habe, das hatte ich ebenfalls schon vorab mit dem Arzt besprochen. Aber das stört mich weit weniger als das ständige Hin- und Herwechseln von Bildschirmbrille zur Alltagsgleitsichtbrille. Sport und Motorradfahren sind ein einziger Genuss! Ich muss mir jetzt nur noch die schlechten Angewohnheiten abgewöhnen, die nicht mehr vorhandene Brille nach oben schieben zu wollen oder nach dem Schlafen sie auf dem Tisch zu suchen!
 
Abschließendes Resümee: man kann sich voller Vertrauen an iclinic wenden, die Betreuung ist zuvorkommend, hilfsbereit und wirklich freundlich. Alle Fragen werden ausführlich beantwortet, man hat nicht den Eindruck nur eine lästige „Nummer“ zu sein. Die Operation ist eine sehr routinierte Angelegenheit, man muss sich wirklich vor nichts fürchten. Mir würde als einzige Verbesserung noch einfallen dass bei den Tropfen eine kurze Beschreibung über deren Zusammensetzung und Wirkung in Deutsch dabei wäre (Beipacktext ist slowakisch, ich lese mir so etwas doch immer gerne durch). Das ist aber auch schon alles. Ich kann den Besuch dort nur empfehlen.
 
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