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Grauer Star: Symptome frühzeitig erkennen

Grauer Star: Symptome frühzeitig erkennen

Obwohl es in Mitteleuropa bereits erstklassige Behandlungsmöglichkeiten für den Grauen Star gibt, ist diese Augenerkrankung weltweit die häufigste Ursache für Blindheit. Jedes Jahr verlieren auf der ganzen Welt bis zu 20 Millionen Menschen dadurch ihr Augenlicht. Wie wenig die Menschen über den Grauen Star Bescheid wissen zeigt eine in 12 Ländern durchgeführte Studie: Im Rahmen der Untersuchung wurden Senioren befragt: Erschreckend ist, dass 80 Prozent nur sehr wenig über die Ursachen und die Früherkennung der Krankheit wussten. Somit ist klar, dass es gerade in der älteren Generation einen großen Nachholbedarf gibt, was ​die Information über den Grauen Star betrifft​. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen ausgezeichnet. Somit müsste eigentlich kein Mensch auf der Welt mehr an Grauem Star erblinden, wenn die Gesundheitssysteme in allen Ländern Maßnahmen zur Früherkennung einleiten würden.


Früherkennung als oberstes Gebot – wie sich der Graue Star bemerkbar macht


In der Früherkennung spielen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Angehörige eine wichtige Rolle. Immerhin betrifft die Erkrankung vorwiegend ältere Menschen, die ihre Augen im wahrsten Sinne des Wortes zum Teil vor dem natürlichen Alterungsprozess verschließen. Sie möchten nicht wahrhaben und schon gar nicht vor anderen zugeben, dass die Sehkraft nachlässt. Wenn Angehörige älterer Menschen bemerken, dass die Betroffenen beim Lesen einen angestrengten Gesichtsausdruck an den Tag legen oder beim Autofahren Unsicherheiten zeigen, ist es an der Zeit sich über einen Termin beim Augenarzt zu unterhalten. Je weiter die Krankheit voranschreitet, umso schwieriger wird die Orientierung. Daher geht Grauer Star mit einer signifikanten Verschlechterung des Sehvermögens einher. Zunächst einmal vermeiden Patienten Ausflüge und sogar der Weg zum Arzt oder in den Supermarkt wird zum Spießrutenlauf. Schließlich ist es sogar schwierig, sich in den eigenen vier Wänden zurechtzufinden.

Manche Betroffene suchen erst einen Augenarzt auf, wenn der Leidensdruck schon extrem hoch ist. Dabei müssten sie die Sehschwäche gar nicht so lange hinnehmen, wenn sie den Weg zum Arzt früher gefunden hätten. Hier die wichtigsten Schritte zur Früherkennung:
  • Zunächst einmal steht beim Arzttermin eine ausführliche Anamnese an. Dabei erhebt der Mediziner die Krankheitsgeschichte und klärt Risikofaktoren ab. Vor anschließenden Untersuchungen wird das Auge in den meisten Fällen eingetropft
  • ​Spaltlampenmikroskop dient zur Früherkennung. Eine Spaltlampe ist ein Mikroskop, das mit einer nach beiden Seiten schwenkbaren Lichtquelle ausgestattet ist. Ein gebündelter Lichtstrahl kann gezielt auf das Auge gerichtet werden und ermöglicht es auch den Augenhintergrund zu untersuchen
  • Manchmal wird außerdem eine Hornhautuntersuchung vorgenommen. Mit Hilfe einer computerunterstützten Methode lässt sich die Krümmung der Hornhaut abbilden. Ist sie nicht regelmäßig gekrümmt, kann sie mit einer speziellen Linse ausgeglichen werden
  • Auch ein allgemeiner Sehtest mit den bewährten Sehtafeln ist Teil der Früherkennung
Sollte der Graue Star bereits weit fortgeschritten sein, ist die typische Linsentrübung sogar mit freiem Auge erkennbar.


Die Ursachen von Grauem Star kennen


Grauer Star ist in den meisten Fällen eine Begleiterscheinung des Alterns. Im gesamten Körper nimmt die Elastizität des Bindegewebes ab, auch die Muskelmasse nimmt ab. Auch das Auge ist von zahlreichen Muskeln umgeben. Sie sorgen dafür, dass sich die Linse je nach Bedarf mehr oder weniger wölbt. Wird man älter, so verändert sich die Augenlinse. Sie ist weniger flexibel und lässt sich schwerer biegen. Die Veränderung der Zusammensetzung geht mit der charakteristischen Linsentrübung einher. Da die Erkrankung bei vielen zunächst symptomlos verläuft, ist eine Früherkennung nur möglich, wenn regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt durchgeführt werden. Von den 52- bis 64-Jährigen haben rund 50 Prozent Grauen Star, viele davon, ohne es zu wissen. Ab 65 tritt Grauer Star bei nahezu jedem Senior auf.

Der medizinische Fachbegriff für Grauen Star ist übrigens irreführend: Das Wort Katarakt stammt aus dem Griechischen und heißt eigentlich Wasserfall. In der Geschichte wurde nämlich angenommen, dass die Linsentrübung von geronnener Flüssigkeit verursacht wurde. Es gibt einige Risikofaktoren, die bei der Entstehung von Grauem Star mitspielen. Kommt es durch andere Augenerkrankungen zu einer Linsentrübung, sprechen Fachleuchte von Cataracta complicata. Besonders häufig tritt Grauer Star bei Diabetikern auf. Daher ist für sie eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Der Zuckergehalt ist nämlich nicht nur im Blut, sondern auch in der Augenflüssigkeit erhöht. Der Überschuss an Glukose führt zu kleinen Ablagerungen an der Linse, die dadurch aufquillt und sich trübt. Bei jüngeren Patienten ist Grauer Star zum Großteil angeboren.


Die Operation schafft rasch Abhilfe


Hat der Augenarzt erst Grauer Star als Ursache für die Sehschwäche festgemacht, kommt es in den meisten Fällen zu einer Operation. Der Eingriff wird auf der ganzen Welt ungefähr 100 Millionen Mal pro Jahr durchgeführt. Alleine in Deutschland sind es 600.000 Operationen pro Jahr. Im Prinzip wird bei einer Grauer Star Operation die eingetrübte Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Moderne Operationstechniken ermöglichen es inzwischen, einen Teil der Linse zu erhalten. Oft kann der seitliche und hintere Teil der Kapsel im Auge verbleiben. Vor dem Eingriff nimmt der Augenarzt eine genaue Vermessung vor. Immerhin muss die Brechkraft der Intraokularlinse genau jener der natürlichen entsprechen. Die Messung wird mit einem Ultraschallgerät vorgenommen.

Wann der Augenarzt eine Operation empfiehlt hängt davon ab wie sehr der Betroffene im Alltag und Beruf beeinträchtigt ist. Vor allem ältere Menschen fürchten sich oft vor dem Eingriff, doch die Furcht ist völlig unbegründet. Da in an mehreren Stellen neben dem Auge ein Betäubungsmittel injiziert wird, geht die Operation völlig schmerzfrei vonstatten. Außerdem wird der Augapfel damit bewegungsunfähig gemacht. Bei besonders ängstlichen Patienten kann auch ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Da ​die Graue Star Operation​ eine der am öftesten durchgeführten Operationen in Deutschland ist, greifen die Ärzte auf einen großen Erfahrungsschatz zurück. Dar Eingriff dauert nur rund ​15-​30 Minuten. In der Regel sind beide Augen von Grauem Star betroffen. Dann werden die Sehorgane in zeitlichem Abstand operiert. Nach der Operation wird das Auge mit einem Salbenverband versorgt. Bei normalem Verlauf müssen Patienten nur wenige Stunden im Krankenhaus oder in der Augenklinik bleiben. Zu meiden ist körperliche Anstrengung, auch beim Duschen ist Vorsicht geboten. Das Auge sollte nicht mit Seife in Kontakt kommen. Um das Auge so wenig wie möglich anzustrengen, sollte man in den ersten Tagen nicht lesen und fernsehen. Da nach der Operation die Sehkraft wiederhergestellt wird, muss eine neue Brille angepasst werden. Da sich das Sehorgan jedoch erst an die künstliche Linse gewöhnen muss, sollte der Brillenkauf erst vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff erfolgen.
 
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