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Computer Vision Syndrom (CVS): Bildschirmarbeit fordert die Augen

Computer Vision Syndrom (CVS): Bildschirmarbeit fordert die Augen

Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, wie sehr sich das Leben durch die zunehmende Digitalisierung wandeln würde? Die ältere Generation erinnert sich noch gut an eine Zeit, wo es in Österreich Vierteltelefone gab. Damals teilte man sich die Leitung mit drei Nachbarn, telefonierte einer von ihnen musste der eigene Anruf warten. Heute zückt jeder das Smartphone und ruft Freunde, Bekannte oder Geschäftspartner genau dann an, wann man Zeit und Lust dazu hat. E-Mails haben die schriftliche Korrespondenz mit der Post weitgehend abgelöst. Auch im Arbeitsleben ist in den letzten Jahrzehnten kein Stein auf dem anderen geblieben. Man ist vernetzt und kaum ein Job kommt ohne technische Unterstützung aus. All diese Entwicklungen erleichtern das Leben, bergen jedoch auch Gefahren für die Gesundheit in sich. Besonders massiv von der Belastung der Bildschirmarbeit und dem ständigen Hantieren mit dem Smartphone ist das Sehorgan betroffen.


Daten rund um die Entwicklung der Bildschirmarbeit


Parallel mit der Zunahme an Bildschirmarbeitsplätzen gibt es auch immer mehr Menschen, die vom Computer Vision Syndrom betroffen sind. Das Sehorgan strengt die ständige Fokussierung auf den kleinen Monitor an. Der Anstieg von Augenproblemen geht Hand in Hand mit der Verbreitung von Computer und Smartphones Hand in Hand. Hier einige interessante Zahlen, die zeigen wie stark die Nachfrage in den letzten beiden Jahrzehnten stieg:
  • Im Jahr 2002 waren 49 Prozent aller Haushalte mit einem Computer ausgestattet, 2008 waren es bereits 76 Prozent, 2017 85 Prozent
  • Rasant war auch die Zunahme an Smartphone Nutzern: im Jahr 2019 besaßen bereits 77 Prozent aller Österreicher über 15 Jahre ein intelligentes Mobiltelefon. Geht man davon aus, dass besonders viele Teenager ebenfalls ein Smartphone besitzen, ist der tatsächliche Anteil in der gesamten Bevölkerung deutlich höher
  • Auch in der Freizeit verbringen Österreicher viel Zeit am Computer: Im Durchschnitt spielen Sie 2:19 Stunden nach der Arbeit mit dem PC, Laptop oder Smartphone

All diese Entwicklungen tun dem empfindlichen Sehorgan nicht gut. Da es so häufig zu Beschwerden kommt, die auf Bildschirmarbeit – sei es aus beruflichen oder privaten Gründen – zurückzuführen sind, haben Forscher eine neue Krankheit definiert.


Die Symptome des Computer Vision Syndrom


Für einen großen Teil der Bevölkerung gehört Bildschirmarbeit heute zum Alltag dazu. Manche verbringen sogar 10 Stunden am Tag hinter dem Monitor. Kein Wunder, dass nach so vielen Stunden am PC der Kopf brummt und die Augen brennen denkt manch Betroffener. Bei manchen häufen sich die Beschwerden und treten sogar schon nach kurzer Zeit hinter dem Monitor auf. Das Computer Vision Syndrom äußerst sich auf verschiedene Weise. Bei jedem können andere Symptome dazukommen. Häufig juckt das Sehorgan, man leidet unter trockenen Augen oder ganz im Gegenteil das Sehorgan beginnt zu tränen. Manchmal kann die Sicht sogar so beeinträchtigt sein, dass man doppelte Bilder sieht. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn man sich in diesem Zustand ins Auto setzt und von der Arbeit nach Hause fährt.

Doch auch eine Überempfindlichkeit gegen Licht ist eines der Symptome, wie sich das Computer Vision Syndrom äußert. Vor allem Kontaktlinsenträger leiden extrem unter diesem Zustand. Doch selbst beim Umstieg auf eine Brille fühlt man sich beim Arbeiten nicht wohl. Schließlich kommen auch Probleme in der Wahrnehmung hinzu. Manchmal ist es nach einiger Zeit schier unmöglich, auf die kleinen Buchstaben am Bildschirm zu fokussieren. Die Konzentration lässt nach und es ist ein richtiger Leistungsabfall zu bemerken. Außerdem kann es vorkommen, dass der Bildschirm zu flackern scheint, obwohl das nicht der Fall ist.

Zu den Symptomen rund um das Auge gesellen sich beim Computer Vision Syndrom auch allgemeine Beschwerden. Dazu zählen permanente Kopfschmerzen. Verspannungen im Rücken und in den Schultern. Die ständige Arbeit mit der Maus strengt die Hände und Arme an, ist der Arbeitsplatz nicht ergonomisch eingerichtet, kann es zu massiven Haltungsschäden kommen. Viele vom Computer Vision Syndrom Betroffene klagen außerdem über chronische Müdigkeit. Manchmal kann es sogar zu Schwindelanfällen und anhaltender Übelkeit kommen.


Warum es zum Computer Vision Syndrom kommt


Milliarden von Menschen in aller Welt arbeiten hinter dem Bildschirm. Warum klagen immer mehr Menschen über die oben genannten Beschwerden, während andere mit der Belastung offenbar gut klarkommen? Vielen ist nicht bewusst, wie anstrengend Bildschirmarbeit eigentlich ist. Zwar erbringt man dabei keine körperlichen Höchstleistungen wie so mancher Handwerker auf der Baustelle, das Sehorgan ist jedoch über allen Maßen beansprucht. Tausende von Malen wechselt der Blick während eines Arbeitstages vom Monitor zur Maus, zu Dokumenten neben sich am Schreibtisch und wieder zu Tastatur.

Untersuchungen haben ergeben, dass es für das Auge anstrengender ist, Texte von einem Monitor zu lesen als auf einem Blatt Papier. Der Grund dafür ist, dass Buchstaben vom PC, Laptop oder Smartphone mit weniger Kantenschärfe dargestellt werden. Außerdem sind sie aus weniger Bildpunkten geformt, was für das Auge eine zusätzliche Anstrengung bedeutet. Noch dazu kommt, dass nur die wenigsten Arbeitsplätze optimal eingerichtet sind. Oft kommt es durch Sonnenlicht zu Blendungen, auch die glänzende Oberfläche des Monitors bereitet dem Sehorgan Schwierigkeiten. Was viele gar nicht registrieren ist, dass der Monitor das Bild automatisch immer wieder auffrischt. Dieser Mechanismus ist bei modernen LED-Geräten zwar kaum mehr wahrnehmbar, belastet jedoch zusätzlich.

Ein weiterer Grund, warum sich das Computer Vision Syndrom bemerkbar macht ist, dass natürliche Reflexe des Sehorgans vermindert ablaufen. Üblicherweise wird das Auge durch den Lidschlag 10 bis 15 Mal mit Tränenflüssigkeit überzogen. Starrt man jedoch über Stunden auf den Monitor, findet der Lidschlag nur mehr fünf bis sieben Mal statt. Kein Wunder also, dass das Auge austrocknet und früher oder später zu jucken beginnt.


Was Abhilfe schafft


Wer häufig an Kopfschmerzen, Augenjucken und anderen Problemen leidet, sucht am besten den Augenarzt auf. Der Mediziner kann andere Ursachen wie eine Kurz- oder Weitsichtigkeit ausschließen und die Diagnose Computer Vision Syndrom stellen.  Durch eine Optimierung des Arbeitsplatzes können einige Beschwerden rasch gelindert werden. Dazu gehört zum Beispiel den Monitor parallel zum Fenster auszurichten und auf eine Distanz zwischen Mensch und Bildschirm von 60 bis 70 Zentimetern zu achten. Auch das Umgebungslicht hat eine maßgebliche Auswirkung darauf, wie anstrengend Bildschirmarbeit für die Augen ist.

Auch die Einstellungen am Monitor selbst können bei vielen Problemen Abhilfe schaffen. Dazu zählt, die Bildschirmauflösung so hoch wie möglich einzustellen. Außerdem lassen sich die Schriftgrößen vieler Programme verstellen. Je größer die Buchstaben sind, umso weniger muss sich das Auge anstrengen. Dem Auge selbst helfen regelmäßige Pausen. Am besten nimmt man regelmäßig eine Auszeit uns blickt bewusst aus dem Fenster. Dann schaltet das Auge auf Fernsicht um und entspannt ganz automatisch. Anwendung von künstlichen Tränen ist oft hilfreich. 
 
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