loading image
iClinic deutsche Augenklinik Bratislava bei WienTÜV ZERTIFIKATMenu  
Neuigkeiten

Neuigkeiten aus der iClinic

Bindehautentzündung: Was bei Konjunktivitis zu tun ist

Bindehautentzündung

Ob infektiöse bzw. virale, bakterielle oder allergische Bindehautentzündung: Wer schon einmal mit einer sogenannten Konjunktivitis zu tun gehabt hat, möchte diese Erfahrung bestimmt nicht so schnell wiederholen. Hier erfahren Sie, wann die Augenerkrankung ansteckend ist, welche Symptome eine Konjunktivitis mitbringt – und natürlich, was Sie gegen Bindehautentzündungen tun können!

 

Dauer und Ansteckungsgefahr: Wie lange dauert so eine Bindehautentzündung?

 

Die Bindehaut befindet sich an der Lidinnenseite des Auges und ist nichts anderes als eine dünne Schleimhaut. Sie sorgt einerseits dafür, dass die Hornhaut gleichmäßig und ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt ist und ermöglicht andererseits die Beweglichkeit des Augapfels. Leider ist sie eben auch anfällig für Entzündungen, und die können äußerst ansteckend sein. Die erste wichtige Frage ist also: Besteht Ansteckungsgefahr und wenn ja, wie lange muss ich zuhause bleiben?

 

Inkubationszeit und Infektionsrisiko: Wie lange ist eine Bindehautentzündung ansteckend?

 

Eine Bindehautentzündung muss nicht automatisch ansteckend sein: Man unterscheidet zwischen infektiöser und nicht-infektiöser Bindehautentzündung. Wenn zum Beispiel hinter den Augenbeschwerden eine Allergie gegen Hunde oder Katzen steckt, stellt die Entzündung für Ihre Umwelt kein Risiko dar.

 

Bei der infektiösen Variante hingegen hält die Ansteckungsgefahr bis zu 4 Wochen an. Besonders hoch ist das Risiko, wenn es sich um eine Virusentzündung handelt (sog. epidemische Bindehautentzündung).

 

Die Inkubationszeit beträgt knapp zwei Wochen bzw. bis zu 12 Tage – ein Zeitraum, in dem Sie öffentliche Räume möglichst vermeiden, die Augen nicht berühren und häufig Hände waschen sollten.

 

Krankschreibung: Wann darf man bei einer Bindehautentzündung wieder arbeiten?

 

Mit einer ansteckenden Bindehautentzündung sollten Sie auf keinen Fall in die Arbeit gehen. Dementsprechend wird man meistens 3-5 Tage krankgeschrieben. Denn leider können die Viren sogar über die Raumluft übertragen werden – da reicht es nicht, im Büro einfach nur ein bisschen Abstand zu halten. Doch woran erkennt man eigentlich eine Bindehautentzündung?

 

Symptome: Wie äußert sich eine Bindehautentzündung?

 

Es ist zwar nicht ganz einfach, den Auslöser einer Bindehautentzündung festzustellen, doch die ersten Anzeichen erkennt man dafür umso leichter. Das Tückische dabei: In vielen Fällen schleicht sich die Konjunktivitis still und heimlich über Nacht ein.

 

Was sind die ersten Anzeichen von Konjunktivitis?

 

Die Bindehautentzündung verursacht nicht zwingend Schmerzen, aber doch einige unangenehme Nebenwirkungen. Die häufigsten Symptome sind:

  • Morgens gerötete, verklebte Augen
  • Weißlich-eitriger Ausfluss
  • Schwellungen
  • Jucken und Brennen im Auge, damit einhergehendes Fremdkörpergefühl
  • Lichtempfindlichkeit
  • Tränende Augen
Je nachdem, um welche Art einer Bindehautentzündung es sich handelt, bemerkt man diese Anzeichen oft erst auf einem Auge. Einige Tage später sind dann in der Regel beide Augen betroffen.

 

Bindehautentzündung bei Babys, Kindern und in der Schwangerschaft

 

Die Konjunktivitis zählt zu den häufigsten Augenkrankheiten, und nicht einmal die Kleinsten bleiben verschont: Bei Babys kann es vorkommen, dass der Tränenkanal noch nicht genügend ausgebildet ist. Keime können dann nicht gründlich genug ausgespült werden und es entstehen schneller Infektionen. In seltenen Fällen ist es zudem möglich, dass bei der Geburt Chlamydien oder Gonokokken von der Mutter auf das Kind übertragen werden.

 

Auch Kleinkinder sind vergleichsweise anfällig für Bindehautentzündungen: Sie reiben sich häufig die Augen, ohne vorher die Hände gewaschen zu haben. Auf diese Weise können Schmutzpartikel an die Hornhaut gelangen und Viren- oder Bakterienerkrankungen auftreten. Aber wie ist das bei erwachsenen Menschen – warum bekommt man denn nun eine Bindehautentzündung?

 

Die häufigsten Ursachen für eine Bindehautentzündung

 

Es gibt nicht den Auslöser für Konjunktivitis: Neben viralen, bakteriellen oder allergischen Bindehautentzündungen ist es genauso gut möglich, dass staubige Raumluft, zu intensives Licht, zu trockene Augen oder eine Reizung der Hornhaut durch Ablagerungen auf der Kontaktlinse als Ursachen wirken. Wir beleuchten an dieser Stelle nur die drei häufigsten möglichen Auslöser.

 

Virale Bindehautentzündung

 

Wenn die Konjunktivitis durch Viren verursacht wird, stecken dahinter zum Beispiel Herpesviren, Chlamydien oder Adenoviren. Letztere sind besonders aggressiv und hochansteckend.

 

Leichtes Spiel haben diese Viren übrigens im Herbst und Winter, doch natürlich kann es auch das restliche Jahr über passieren, dass man sich eine virale Bindehautentzündung einfängt (z.B. im Schwimmbad oder in der Sauna). Bei einer viralen Konjunktivitis bilden sich oft in der Bindehaut des Unterlids sogenannte Follikeln. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Entzündungszellen.

 

Eine Patentlösung gegen virale Bindehautentzündungen gibt es leider nicht: Antibiotika können den Adenoviren nichts anhaben, sodass man in der Regel einfach einige Wochen Geduld haben muss, bis die Entzündung von selbst abgeklungen ist. Trotzdem ist eine ärztliche Untersuchung Pflicht.

 

Bakterielle Bindehautentzündung

 

Hinter bakterieller Konjunktivitis können unterschiedliche Auslöser stecken, z.B. Pneumo-, Strepto- oder Staphylokokken sowie Pseudomonas. Ein häufiges Merkmal ist dann die Bildung von Bindehautvorwölbungen, den sogenannten Papillen.

 

Die gute Nachricht: Diese Art Bindehautentzündung lässt sich mit Augentropfen und -salben meist sehr gut behandeln. Das gilt ebenso für den dritten Spitzenreiter: die allergische Bindehautentzündung.

 

Bindehautentzündung als allergische Reaktion auf Katzen, Hunde & Co.

 

Allergien sind leider für viele Menschen ein nur allzu präsentes Thema im Alltag. Und Allergene gibt es viele: Das können Tierhaare von Hund oder Katze sein, aber ebenso gut Hausstaubmilben oder bestimmte Kosmetikprodukte.

 

Diese und andere Allergene können dann zu Bindehautentzündungen führen. Wer zum Beispiel eine Pollenallergie hat, kämpft vor allem vom Frühjahr bis Frühsommer oft mit Konjunktivitis. Dass eine Allergie hinter der Entzündung steckt, dürften Betroffene schnell merken – ein Allergiesymptom kommt schließlich selten allein. Ein eindeutiges Anzeichen ist jedoch zumindest, dass die allergische Bindehautentzündung immer auf beiden Augen zugleich auftritt.

 

Was hilft gegen eine Bindehautentzündung?

 

Genau wie es nicht einen Auslöser gibt, lässt sich nicht die eine Methode festlegen, was man gegen Konjunktivitis tun kann. Die richtige Behandlung hängt immer von der Ursache ab, und die kann man in Eigenregie meist nicht feststellen.

 

Wann man bei einer Augenentzündung zum Arzt sollte

 

Die oberste Regel lautet grundsätzlich: Gehen Sie möglichst bald zum Arzt, sobald die typischen Beschwerden einer Bindehautentzündung auftreten. Das gilt ganz besonders bei Kindern.

 

In der ärztlichen Untersuchung kann festgestellt werden, was die Bindehautentzündung ausgelöst hat. Das ist wichtig, denn nicht jede Entzündung heilt von selbst wieder ab – und eine unbehandelte Bindehautentzündung kann empfindliche Schäden an der Hornhaut verursachen.

 

In der Arztpraxis wird die Lidspalte auf Rötungen, Sekret oder Schwellungen untersucht. Achtung: Sagen Sie am besten vorher in der Praxis Bescheid, wenn Sie eine Viruserkrankung vermuten. Die Ansteckungsgefahr macht schließlich nicht vor dem Wartezimmer Halt...

 

Augentropfen und Antibiotika gegen Bindehautentzündung

 

Je nachdem, welcher Auslöser festgestellt wurde, kann die Bindehautentzündung mit entsprechenden Augentropfen behandelt werden. Es gibt neben Augentropfen mit antibiotischer Wirkung zum Beispiel außerdem Tropfen, die rein der Befeuchtung der Hornhaut dienen. Nicht selten ist dieses Imitat der natürlichen Tränenflüssigkeit bereits ausreichend, genauere Informationen kann Ihnen in dieser Hinsicht aber nur der Arzt geben.

 

Gibt es Hausmittel gegen Konjunktivitis?

 

An diesem Punkt dürfte bereits deutlich sein: Von einer Bindehautentzündung lässt man selbst lieber die Finger, und zwar wortwörtlich. Sollte die Untersuchung beispielsweise ergeben, dass es sich um eine harmlose allergische Reaktion handelt, hilft nur Geduld – denn eine wissenschaftliche Bestätigung, dass Hausmittel wie kalte Augenkompressen tatsächlich helfen, gibt es bisher nicht.

 

Die Bindehautentzündung erwischt früher oder später die meisten Menschen einmal. Der beste Schutz ist und bleibt daher Prävention: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, wechseln Sie Handtücher und Waschlappen oft und teilen Sie sie auf keinen Fall mit anderen. Und: Lassen Sie sich ärztlich untersuchen, sobald Sie eine Konjunktivitis vermuten – sicher ist sicher!

 
Zurück nach oben
Schreiben
sie uns