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7 praktische Tipps bei trockenen Augen

7 praktische Tipps bei trockenen Augen


Brennende, juckende Augen werden oft mit Bürotätigkeiten assoziiert, und tatsächlich kann die Arbeit am Bildschirm unangenehme Folgen haben. Hinter dem sogenannten Sicca-Syndrom steckt aber mehr als nur trockene Raumluft und andere äußere Faktoren. Hier lesen Sie, mit welchen Hausmitteln Sie nachhaltig gegen trockene Augen vorgehen können und warum Sie Ihrer Horn- und Bindehaut unbedingt den kleinen Luxus eines intakten Tränenfilms gönnen sollten.
 

Sicca-Syndrom: Warum werden die Augen trocken?

 

Dass man gelegentlich einmal gereizte Augen hat, lässt sich kaum für immer vermeiden. Problematisch wird es jedoch dann, wenn die Augen dauerhaft zu trocken und ständig gerötet sind, jucken oder sich wie mit Sand gefüllt anfühlen. Diesen Zustand nennt man auch Sicca-Syndrom.

Die Symptome entstehen meist dadurch, dass der natürliche Tränenfilm außer Balance gerät. Er besteht aus einer Schleimschicht, der wässrigen Tränenschicht und einer Fettschicht. Ist die Lipidschicht zu dünn, reißt sie auf und die wertvolle Flüssigkeit verdunstet zu schnell. Vor allem bei Kontaktlinsenträgern ist dieses Phänomen weit verbreitet, da der Fremdkörper im Auge die gleichmäßige Verteilung der Tränenflüssigkeit erschwert.

 

Ein Mangel an Tränenflüssigkeit kann durch äußere Faktoren wie trockene Luft, zu seltenes Blinzeln etc. hervorgerufen werden. Genauso gut können aber auch Krankheiten, Medikamente, Hormonschwankungen oder schlicht das Alter dazu beitragen, dass das Auge selbst nicht (mehr) genug Flüssigkeit produziert.

Auf Dauer werden durch den Feuchtigkeitsmangel Horn- und Bindehaut nicht mehr mit genug Nährstoffen versorgt. Das wiederum erhöht die Anfälligkeit für Entzündungen und kann chronische Reizungen auslösen. Mit anderen Worten: Konstant trockene Augen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit den folgenden 7 Tipps können Sie vorbeugend aktiv werden und für eine bessere Befeuchtung Ihrer Augen sorgen.

 

Was hilft wirklich? 7 Hausmittel und Tricks gegen trockene Augen

 

Die Augengesundheit hängt von vielen Faktoren ab, darunter nicht zuletzt dem Lebensstil. Daher empfiehlt es sich, nicht nur mit äußeren Mitteln wie Augentropfen und Co., sondern auch mit nachhaltigen Ansätzen wie Ernährung und Bewegung der Trockenheit in den Augen den Kampf anzusagen.
 

1. Befeuchten mit Augentropfen und Wasserzufuhr

 

Der Klassiker unter den Hilfsmitteln für gut befeuchtete Augen sind Augentropfen. Diese sollten möglichst der natürlichen Tränenflüssigkeit nachempfunden sein, auch Varianten mit Hyaluronsäure sind eine gute Alternative. Die Augentropfen bewirken mithilfe eines Verdickungsmittels, dass der natürliche Tränenfilm länger auf der Hornhaut erhalten bleibt.

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Augentropfen keine Konservierungsstoffe enthalten und entsorgen Sie angebrochene Einmal-Packungen nach maximal 12 Stunden. Eine gute Basis in punkto Feuchtigkeitszufuhr schaffen Sie, indem Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser trinken.

 

2. Erfrischen mit Lebensmitteln

 

Was trockene Augen brauchen, ist Entspannung und vor allem Nachhilfe beim Benetzen mit Flüssigkeit. Die können Sie mit einigen gängigen Lebensmitteln schnell bieten: Ausgezeichnete Feuchtigkeitsspender sind frische Gurkenscheiben aus dem Kühlschrank, aber auch Kartoffelscheiben leisten den gleichen Zweck. Legen Sie die Gemüsescheiben für 10-15 Minuten auf die geschlossenen Augen und versuchen Sie, zu entspannen.

Ähnlich hilfreich sind Kamillen- und Schwarztee. Ersteren kaufen Sie am besten in der Apotheke, da hier die Konzentration höher und der Effekt auf die Augen stärker ist. Bei schwarzem Tee übergießen Sie zwei Teebeutel mit kochendem Wasser und lassen Sie das Getränk mindestens eine Minute ziehen. Holen Sie dann die Beutel aus der Tasse und lassen Sie sie so lange abkühlen, bis sie sich angenehm auf den geschlossenen Augen anfühlen.

Dort bleiben die Schwarzteebeutel 10-15 Minuten. Die Gerbsäure, die beim Kochen freigesetzt wird, wirkt abschwellend und beruhigt die Augen. Auch Kamillentee hat diese beruhigende Wirkung. Gewöhnen Sie sich am besten an, diese Augenmaske täglich nach Feierabend aufzulegen, um den Augen möglichst viel Entspannung zu gönnen. Wer aber nicht mit geschlossenen Augen abwarten möchte, kann stattdessen vorsichtig um den Lidbereich herum etwas pflegendes Kokosöl auftragen.

 

3. Durchblutung fördern

 

Das A und O für einen gesunden Körper ist gute Durchblutung, und so ist auch die Bildung der Tränenflüssigkeit stark davon beeinflusst. Es gibt viele Wege, die Durchblutung anzuregen: Zum Beispiel können Sie mit Zeige- und Mittelfinger vom Innenrand der Augenbrauen vorsichtig nach außen hin und in der Gegenrichtung wieder zurück massieren. Eine Fußsohlenmassage wiederum aktiviert Energie im gesamten Körper und tut damit auch den Augen gut.

Eine ebenso effiziente wie gesunde Methode ist es, sich viel an der frischen Luft zu bewegen. Die Durchblutung wird angekurbelt, die Tränendrüsen angeregt und die Tränenflüssigkeit vermehrt gebildet. Dieser Ansatz ist auf Dauer nachhaltiger, als ausschließlich mit künstlichen Tränen nachzuhelfen.

Wenn es einmal schnell gehen muss, können Sie die Durchblutung auch mit Wechselbädern auf Touren bringen: Legen Sie warme Waschlappen oder Wattepads auf die Augen und spritzen Sie anschließend kaltes Wasser über die geschlossenen Lider. Diesen Temperaturwechsel können Sie beliebig oft wiederholen, allerdings sollte das kalte Wasser immer den Abschluss bilden.

 

4. Luftfeuchtigkeit optimieren

 

Trockene bzw. schlechte Luft mag nicht der einzige Grund sein, warum Augen sich trocken anfühlen. Weniger relevant wird dieser Aspekt deshalb aber nicht. Versuchen Sie daher, die Luftfeuchtigkeit auf einem angenehmen Niveau zu halten. Vor allem, wenn vermehrt geheizt wird, sollte immer ein feuchtes Tuch über dem Heizkörper hängen oder eine Schale mit Wasser darauf stehen, da die trockene Heizungsluft sonst eine deutliche Verschlechterung für die Augen bedeuten kann.

Alternativ können Sie automatische Raumbefeuchter aufstellen, allerdings sind diese ein wahres Paradies für Bakterien. Günstiger und hygienischer ist die Wasserschale, sofern Sie hier täglich das Wasser wechseln.

Lassen Sie unabhängig von der Jahreszeit zudem immer genug Frischluft in den Raum. Regelmäßiges Stoßlüften ist angesagt, verrauchte und stark klimatisierte Räume sowie Zugluft hingegen meiden Sie lieber, sofern es sich einrichten lässt.

 

5. Sehhilfe abwechseln

 

Kontaktlinsen sind ohne Frage eine sehr praktische Erfindung – doch wer die Sehhilfen regelmäßig trägt, weiß auch, dass die Augen an manchen Tagen empfindlich darauf reagieren können. Das ist an sich eine natürliche Reaktion, schließlich stellt die Linse einen Fremdkörper dar, der direkt auf dem Auge liegt.

Um eine bessere Versorgung mit Tränenflüssigkeit und gelegentliche Entspannung für Ihre Augen zu gewährleisten, wäre es gut, zumindest einige (Arbeits-)Tage in der Woche die Linsen durch eine Brille zu ersetzen. Idealerweise wechseln Sie täglich ab, wenn Sie im Beruf aber absolut nicht auf Kontaktlinsen verzichten wollen oder können, sollten Sie die Linsen aber wenigstens so schnell wie möglich nach Feierabend herausnehmen.

 

6. Pausen für die Augen einlegen

 

Die Augen sind in jeder wachen Sekunde im Einsatz und verdienen dementsprechend regelmäßige Pausen. Versuchen Sie deshalb, jede Stunde zumindest für 5 Minuten kurz die Augen zu schließen. Lässt sich das nicht mit Ihrem Beruf vereinbaren, sollten Sie für 2-3 Minuten immer wieder heftig blinzeln. Das fördert die Produktion von Tränenflüssigkeit, und vor allem bei der Arbeit am Bildschirm kommt das regelmäßige Blinzeln oft zu kurz.

Entspannend für die Augen ist es zudem, wenn Sie zwischendurch immer wieder auf einen Punkt in der Entfernung blicken. Idealerweise lassen Sie den Blick kurz aus dem Fenster ins Grüne schweifen. Auch kurze Übungen wie Augenrollen mit geschlossenen Lidern helfen, die Tränenflüssigkeit wieder gleichmäßig zu verteilen.

Bedenken Sie diesbezüglich, dass der Bildschirmblick nicht strikt an eine Bürotätigkeit gebunden ist. Auch das Smartphone-Display ist ein Bildschirm, der uns oft das Blinzeln vergessen lässt. Wenn Sie also das Smartphone viele Stunden am Tag nutzen, sollten Sie gelegentlich etwas Entspannungen für Ihre Augen einplanen.

 

7. Tränenflüssigkeit durch Ernährung beeinflussen

 

Die Wahl der Lebensmittel spielt ebenfalls eine Rolle, wenn es um die Augengesundheit geht. Dürfen Sie also bei trockenen Augen nur noch die altbewährten Karotten essen? Nein, denn tatsächlich sind die Carotine im orangen Gemüse zwar durchaus gut für die Augen, mindestens genauso wichtig sind aber Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie tragen mit dazu bei, dass die Fettschicht gebildet wird und intakt bleibt.

Diese essenziellen Fettsäuren kann der Körper nicht selbst bilden. Daher ist es wichtig, sie über Nahrungsmittel wie beispielsweise Lachs, Leinsamen und -öl, Käse, Eier oder Fischölkapseln aufzunehmen. Gut für die Augen sind darüber hinaus die Vitamine A, B6 und B12, E und C. Neben Karotten dürfen es also jederzeit auch Paprika, Zitrusfrüchte und viel grünes Gemüse sein.

Mit der richtigen Ernährung und bewusst herbeigeführter Entspannung für die Augen sowie mit einer verbesserten Durchblutung kann trockenen Augen gut entgegengewirkt werden. Auch als vorbeugende Maßnahmen bieten sich die Tipps an. Allerdings sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden partout nicht nachlassen oder sogar schlimmer werden: Die Augengesundheit hat schließlich immer noch Priorität!

 

 
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