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Glaskörpertrübung: Ursachen & Behandlung



Eine Glaskörpertrübung, auch als Mouches volantes („tanzende Mücken“) bekannt, bezeichnet eine Sehstörung, bei der im Gesichtsfeld störende schwarze Flecken, Punkte und Fäden auftreten, die besonders vor weißen Flächen deutlich hervorstechen. Es handelt sich dabei im Regelfall um eine degenerative, harmlose Erscheinung des Alters. Welche Ursachen die Augenerkrankung hat, wann ein Besuch beim Arzt ratsam ist und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Erklärung: Was ist das und warum tritt es auf?

Ehe die Frage geklärt wird, was die Glaskörpertrübung ist, erst einmal eine kurze Erklärung, was der Glaskörper ist: Er ist ein Bestandteil des Auges und füllt den Augapfel beinahe vollkommen aus. Umgeben ist er von einer dünnen Membran. Er besteht aus einer Art Gel, das sich aus Eiweißen, Kollagenfaser, Hyaluronsäure, vor allem aber fast vollständig aus Wasser zusammensetzt. Die umgebende Membran ist punktuell mit der Netzhaut verbunden und an der Augenlinse befestigt.

Eine Glaskörpertrübung ist für gewöhnlich Anzeichen eines degenerativen Alterungsprozesses. Konkret bedeutet dies, dass der Glaskörper Stück für Stück schrumpft und sich zusammenballt. Grund dafür sind Eiweiße und Hyaluronsäure, die sich auftrennen und die Kollagenfasern, die feste Gebilde formen.

Die Folge: Der Glaskörper wird lichtundurchlässig und hebt sich von der Netzhaut ab; tanzende, schwarze Punkte (auch als Floaters, tanzende Mücken bezeichnet) treten auf. Besonders gefährdet sind ältere Menschen ab ca. 65 Jahren sowie jüngere Menschen mit starker Kurzsichtigkeit. Letztere sind deutlich häufiger betroffen als Normal- bzw. Weitsichtige. 


Symptome: Wie äußert sich die Glaskörpertrübung und verschwindet sie wieder?

Obwohl schwarze Punkte und tanzende Mücken im ersten Moment häufig als bedrohlich wahrgenommen werden, handelt es sich in der Regel um ein harmloses Nebenprodukt des Alterungsprozesses.

Insbesondere beim Lesen oder vor hellem Hintergrund stechen die Punkte und Fäden ins Auge und bewegen sich (etwas verzögert) mit, wenn der Kopf gedreht wird. Eine Glaskörpertrübung hat keinen Einfluss auf das scharfe Sehen. Häufig klingen die Symptome wieder ab oder es setzt ein Gewöhnungsprozess ein, bei dem die Mouches volantes kaum mehr wahrgenommen werden.


Warnsignale: Worauf können die Symptome noch hinweisen?

Wenn die Symptome erstmals auftreten, ist ein Augenarzttermin ratsam, um eine Untersuchung des Glaskörpers und der Netzhaut durchzuführen. Bei verstärkt auftretenden Punkten vor den Augen oder weiteren Symptomen führt ebenfalls kein Weg an einer raschen Untersuchung vorbei. Regelmäßige Kontrolltermine sind ratsam, um Veränderungen am Auge schnell festzustellen.

Warnsignale dafür, dass möglicherweise eine erste Erkrankung der Augen vorliegt, sind Lichtblitze und Rußregen, Schatten und Schleier sowie eine deutliche und rasche Zunahme anderer Symptome. Zu weiteren Augenkrankheiten, die mit einer Glaskörpertrübung einhergehen können, gehören vor allem Netzhauterkrankungen wie Risse, Löcher und Ablösungen.

Diese müssen schnell diagnostiziert und behandelt werden, da sie mit einer bleibenden Sehverschlechterung verbunden sind und die akute Gefahr einer Erblindung besteht. Die Behandlung ist in der Regel unkompliziert und schmerzfrei, immer vorausgesetzt, die Symptome werden rechtzeitig erkannt.

Mouches Volantes können zudem auf eine Entzündung der mittleren Augenhaut oder eine Glaskörpereinblutung hinweisen.



Behandlung & Therapie: Was tun bei einer Glaskörpertrübung?

Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt werden therapeutische Maßnahmen besprochen und festgelegt. In den meisten Fällen ist eine Behandlung der Glaskörpertrübung allerdings nicht notwendig. Die Symptome klingen meistens von allein ab oder aber bei den Betroffenen setzt ein Gewöhnungseffekt ein. Einschränkungen im Alltag bestehen daher für gewöhnlich nicht.

Aus diesem Grund raten Ärzte im Normalfall auch nicht zu einer operativen Entfernung des Glaskörpers, die lange Zeit als einzig mögliche Therapiemaßnahme galt. Im Rahmen der sogenannten Vitrektomie werden Teile beziehungsweise der gesamte Glaskörper entfernt, allerdings ist der Eingriff mit allen Risiken einer Operation wie Blutungen, Infektionen oder einer Ablösung der Netzhaut verbunden.

Schonender ist die sogenannte Laser-Vitreolyse. Dabei werden verdichtete Kollagenstrukturen von außen durch eine schmerzfreie Laserbehandlung gelöst, die Trübungen lösen sich also sozusagen in Luft auf. Diese Behandlung ist empfehlenswert für eine mittelgradig ausgeprägte Glaskörpertrübung mit erheblichen Einschränkungen im Alltag.

Eine homöopathische Therapie zur Behandlung der Glaskörpertrübung ist aufgrund des Gewöhnungseffekts ebenso wenig notwendig wie konservative Behandlungsmethoden mit Medikamenten. Allerdings sollte man sich damit auseinandersetzen, wie man mit den Mouches volantes so umgehen kann, dass sie nicht zur Einschränkung werden. So lässt sich der Alltag leichter gestalten:
  • Bei starker Sonneneinstrahlung Sonnenbrille mit hohem Lichschutzfaktor tragen
  • Wohnung so einrichten, dass weiße Flächen nicht blenden (z.B. farbige Wände, Dekorationselemente)
  • Bei Computerarbeit Helligkeit und Kontrast so einstellen, dass sie angenehm für die Augen sind
  • Bei sehr starker Kurzsichtigkeit auf selbsttönende Brillengläser setzen, die sich bei wechselnden Lichtverhältnissen innerhalb weniger Sekunden umstellen. 
Wer einer Glaskörpertrübung vorbeugen möchte, sollte sich möglichst zuckerarm und gesund ernähren. Auch Entschlackungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, die Augengesundheit zu wahren. Ob ein gesunder Lebensstil allerdings immer zwangsläufig das Auftreten einer Glaskörpertrübung verhindern kann, ist nicht klar.

Abschließend lässt sich also noch einmal festhalten, dass eine Glaskörpertrübung in den meisten Fällen harmlos und nicht mit Einschränkungen für die Betroffenen verbunden ist. Allerdings ist dennoch ein Augenarztbesuch anfangs angeraten, um die Symptomatik abzuklären und im Bedarfsfall rasch eingreifen zu können.
 
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