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Die Ursachen von Augenzucken

Die Ursachen von Augenzucken

Nicht immer macht der Körper genau das, was der Mensch ihm befiehlt. Manche Vorgänge wie der Herzschlag oder die Verdauung funktionieren auch ohne, dass man daran denkt. Doch manchmal scheint es, als ob der Körper außer Kontrolle gerät und unvorhersehbar reagiert. Eines der Beispiele ist Augenzucken, das unkontrolliert und ohne Vorwarnung auftritt und für die Betroffenen sehr unangenehm werden kann. Für dieses Phänomen gibt es verschiedene Ursachen, die zum Teil im psychischen und zum Teil im physischen Bereich liegen.


Was unter Augenzucken zu verstehen ist


Augenzucken hat viele Facetten: Bei manchen dauert es eine wenige Sekunden und tritt einmalig auf, andere wiederum haben es täglich. Dass sich das Auge 10 bis 15 Mal pro Minute von selbst schließt, ist ein ganz normaler Prozess. Das sogernannte Blinzeln hat wichtige Funktionen: Einerseits befeuchtet es das Auge, indem es die Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut verteilt. Die Tränendrüse produziert diese Flüssigkeit, die verschiedene Nährstoffe enthält. Somit versorgt der Lidschlag mit allem was das Auge dazu braucht, gesund zu bleiben. Noch dazu gelangt Sauerstoff auf die Hornhaut. Schließt sich das Auge seltener als gewöhnlich, kommt es zu Juckreiz.

Noch dazu führt der Lidschlag dazu, Fremdkörper auszuschwemmen. Eine weitere Schutzfunktion setzt bei Wind ein: Bei einer starken Böe schließt man die Augen automatisch. Beim Augenzucken schließt sich das Lid deutlich häufiger als normal, oft ist es jedoch nur ein kurzer Impuls, der am Oberlid zu spüren ist. Normales Blinzeln dauert nur 100 bis 150 Millisekunden, beim Augenzucken läuft die minimale Bewegung noch schneller ab. Ein weiterer Unterschied zum normalen Lidschlag, der synchron abläuft, kann Augenzucken auch nur ein Auge betreffen. Im Fachjargon heißt Augenzucken übrigens „benigne Faszikulationen“.


Augenzucken durch Bildschirmarbeit?


Egal ob in der IT-Abteilung, der Buchhaltung oder im Kundenservice, in vielen Berufen sind Laptop und Computer regelmäßige Begleiter. Experten sind sich einig, dass Bildschirmarbeit zu vermehrten Augenproblemen. Die aus Deutschland vorliegenden Zahlen veranschaulichen diese These:  Fast zwei Drittel aller Deutschen tragen zumindest zeitweise einen Sehbehelf. 1952 – als man von Bildschirmarbeit noch keine Ahnung hatte – waren es nur 43 Prozent. Steigend ist die Tendenz vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen, die in ihrer Freizeit das Smartphone, Tablet und Spielkonsolen vermehrt nutzen.

Während eines achtstündigen Arbeitstages hinter dem Monitor vollbringt das Auge wahre Höchstleistungen, wie diese Zahlen beweisen:
  • Je nach Ausstattung des Arbeitsplatzes sind an einem Tag 12.000 bis 33.000 Blick- und Kopfbewegungen zu verzeichnen
  • Während man in der Freizeit bis zu 15 Mal pro Minute blinzelt, schließt sich das Auge bei konzentrierter Bildschirmarbeit oft nur mehr fünf Mal
  • Bei einem normalen Arbeitstag hinter dem PC oder Laptop reagiert die Pupille 4.000 bis 17.000 Mal. Die große Spanne kommt dadurch zustande, dass Lichtverhältnisse wechseln und Bildschirmarbeit sehr unterschiedlich ist: Muss man zwischendurch immer wieder auf Unterlagen auf dem Schreibtisch blicken, muss das Auge noch mehr Arbeit leisten.

Das Auge muss hinter dem Bildschirm als deutlich mehr Arbeit leisten als in der Freizeit. Normalerweise ist es darauf ausgelegt, zwischen Sehen in der Nähe und in der Ferne abzuwechseln. Das passiert jedoch bei Bildschirmarbeit nicht, da sich der Monitor im Nahsichtbereich befindet. Eine Überanstrengung des Sehorgans hat verschiedene Auswirkungen: Augenzucken ist eine davon, doch es kommt auch zu Flimmern, einem Brennen in den Augen und sogar zu Kopfschmerzen.


Mangelzustände können Augenzucken ebenfalls auslösen


Wer an unerklärlichem Augenzucken leidet, sollte den Gang zum Arzt nicht scheuen. Es lohnt sich, einen Bluttest vornehmen zu lassen um mögliche Mangelzustände als Ursache auszuschließen. Muskelzuckungen können nämlich auf eine zu geringe Magnesiumversorgung zurückzuführen sein. Ein Magnesiummangel macht sich generell durch Muskelprobleme bemerkbar. Wadenkrämpfe in der Nacht oder beim Sport sind ebenso zu bemerken wie Augenzucken. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Magnesium erfüllt im Körper wichtige Funktionen: Als sogenannter Biokatalysator sorgt es dafür, dass bestimmte Stoffwechselprozesse im Organismus in Gang gesetzt werden. Noch dazu hat es einen bedeutenden Einfluss auf die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen.  Bei einem starken Magnesiummangel ist diese Funktion gestört und es kommt zum unangenehmen Muskelzucken. Ernährungsexperten empfehlen, täglich bis zu 700 Milligramm Magnesium aufzunehmen. Doch es gibt Zeiten, wo es mit der Versorgung nicht gut funktioniert. Unter anderem kann es bei Dauerdiäten, langanhaltendem Durchfall oder permanentem Stress zu einem Mangel kommen. Auch wer viel Sport betreibt, hat einen erhöhten Magnesiumbedarf. Diesen kann man auf natürliche Weise decken, indem Nüsse, Sonnenblumenkerne und andere Saaten, Bananen und Trockenfrüchte vermehrt auf dem Speiseplan stehen. Auch Vollkornbrot, Hartkäse und Hülsenfrüchte sind gute Lieferanten. Bei einem starken Mangel verordnet der Arzt ein Magnesiumpräparat: Das Mineral kann in Form von Tabletten, Brausen, Lutsch- oder Kautabletten eingenommen werden.


Weitere Ursachen für Augenzucken


In manchen Fällen tritt Augenzucken als Begleiterscheinung von Bindehaut- oder Lidrandentzündungen auf. Auch bei einer Verletzung der Hornhaut kann es zu diesem Symptom kommen. Fremdkörper wie Sand oder Staub belasten das Sehorgan ebenfalls, es kann in manchen Fällen darauf mit Augenzucken reagieren.

Seltener steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter permanentem Augenzucken. Hirntumore oder neurologische Erkrankungen können jedoch manchmal damit verbunden sein. Treten zusätzlich noch Sprachprobleme oder Lähmungen auf, ist rasche Hilfe gefragt. Dann kann sich nämlich ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall ankündigen.

Eine der Hauptursachen für Augenzucken ist Stress: In der heutigen Zeit nimmt die Belastung immer mehr zu. Viele eilen morgens zur Schule, um die Kinder abzusetzen, dann geht es weiter ins Büro, nach Dienstschluss wird die Familie versorgt und der Haushalt gemacht. Da bleibt wenig Zeit für Ruhepausen und häufig stellt sich ein Gefühl der Überforderung ein. Oft ist es nicht einmal mehr in der Nacht möglich abzuschalten. Die Gedanken kreisen um den hektischen Alltag und jene Dinge, die am nächsten Tag zu erledigen sind. Schlafmangel gepaart mit Stress kann zu nervösen Störungen wie eben Augenzucken führen. Sind andere Gründe ausgeschlossen, lohnt es sich mehr Entspannung in das Leben zu bringen. Das fängt bereits am Arbeitsplatz an. Um den Augen zwischendurch eine so wichtige Pause zu gönnen, reicht es regelmäßig aus dem Fenster zu blicken. Dann stellt sich das Sehorgan von Nah- auf Fernsicht um und muss sich weniger anstrengen. Entspannung für den ganzen Körper verschaffen altbewährte Methoden. Dazu zählt zum Beispiel Yoga, eine ursprünglich philosophische Lehre aus Indien. In Kursen lernen Stressgeplagte, sich auf den Körper und den Atem zu konzentrieren. Verschiedene Körperhaltungen und Meditationen sorgen für Entschleunigung. Gut tut dem Auge auf jeden Fall Bewegung an der frischen Luft: Dabei wird der Organismus mit Sauerstoff versorgt und nach etwas Sport in der Natur fällt der Alltagsstress ab. Wer sich regelmäßig eine Auszeit gönnt und auf den Körper achtet, bekämpft nervöses Augenzucken auf natürliche Weise.
 
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