loading image
iClinic deutsche Augenklinik Bratislava bei WienTÜV ZERTIFIKATMenu  
Neuigkeiten

Neuigkeiten aus der iClinic

Gymnastik für die Augen – die besten Tipps und Übungen

Gymnastik für die Augen – die besten Tipps und Übungen

Optiker und Augenärzte warnen schon seit Jahren davor, dass die Sehleistung immer schlechter wird. Verantwortlich dafür ist die veränderte Freizeitgestaltung. Denn seitdem das Internet in den 1990er Jahren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, verbringen Menschen deutlich mehr Zeit hinter dem PC und Laptop als früher. Nicht nur im Job sind Computer eine wertvolle Unterstützung geworden, auch im Privatleben werden sie vermehrt genutzt. Egal ob zum Onlineshopping, für Spiele oder das Pflegen sozialer Kontakte auf Facebook und Twitter, das Internet hat das Leben massiv verändert. Das führt jedoch zu einer deutlichen Mehrbelastung des Sehorgans.


Warum es zu Augenproblemen kommt


Das Auge ist dafür gemacht, zwischen Nah- und Fernsicht zu wechseln. Die Akkommodation macht es möglich: Sie sorgt dafür, dass das Auge die Sehschärfe ganz individuell an unterschiedliche Entfernungen anpasst. Dafür zuständig ist die Augenlinse: Sie ist nämlich flexibel und kann durch ihre Muskeln die Form verändern. Spannt sich der Ziliarmuskel an der Vorderseite der Augen an, wird die Linse kugelförmig: Dann werden in der Nähe befindliche Gegenstände scharf auf der Netzhaut abgebildet. Im Normalzustand sind die Augenmuskeln entspannt und der mit Flüssigkeit gefüllte Glaskörper drückt auf die Linse. Dadurch bleibt sie in ihrer abgeflachten Form und ist in der Lage, Gegenstände in der Weite als scharf wahrzunehmen.

Wer diesen Hintergrund kennt, versteht warum Bildschirmarbeit das Auge sehr anstrengt. Dabei muss das Sehorgan nämlich immer Gegenstände in der Nähe fokussieren. Dabei zieht sich der Ziliarmuskel permanent zusammen. Ähnlich wie bei einem Läufer, der sich niemals eine Ruhepause gönnt, kommt es zu muskulären Problemen. Doch nicht nur das führt dazu, dass die Augen jucken und brennen. Auch der verminderte Reflex des Lidschlags hat weitreichende Auswirkungen.

Im Normalfall schließt sich das Auge in der Minute 10 bis 15 Mal. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, der für das Sehorgan wichtig ist. Durch das Blinzeln wird das Auge mit Tränenflüssigkeit überzogen. Darin enthalten sind wichtige Nährstoffe, die das Auge gesund erhalten. Außerdem hilft der Lidschlag dabei, kleine Fremdkörper wie Staub auf natürliche Weise zu entfernen. Bei Bildschirmarbeit reduziert sich das Intervall: Da man konzentriert auf den Monitor starrt, schließt sich das Auge nur mehr rund fünfmal. Kein Wunder also, dass die Augen austrocknen. Mit Augengymnastik ist es möglich, das Sehorgan auch dann zu entlasten, wenn man berufsbedingt den ganzen Tag hinter dem Bildschirm verbringt.


Augengymnastik ist für jeden wichtig


Egal ob Schüler, Buchhaltungsangestellter oder IT-Experte, ein Großteil der Bevölkerung verbringt viele Stunden hinter dem PC. Ob man seine Freizeit mit online Spielen verbringt oder arbeitet, ist für das Auge irrelevant. Doch auch die vermehrte Smartphone Nutzung trägt dazu bei, dass immer mehr Österreicher eine Brille brauchen. Auf dem nützlichen Elektrogerät ist das Display noch kleiner als auf einem PC oder Laptop, somit muss sich das Sehorgan noch mehr anstrengen, um die kleinen Buchstaben und Zeichen zu erkennen. Die Zahlen einer Spectra-Analyse aus dem Jahr 2017 sprechen für sich:
  • 46 Prozent der Männer tragen in Österreich eine Brille
  • Bei Frauen sind es sogar 56 Prozent
  • Insgesamt hatten Österreicher im Jahr 2017 1,4 Millionen Brillen
  • Die Durchschnittskosten betragen 307 Euro
  • Besonders viele Brillenträger gibt es bei den über 60-Jährigen: mehr als drei Viertel benötigen einen Sehbehelf

Im Steigen begriffen ist auch die Zahl an Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die einen Sehbehelf benötigen. Augengymnastik und Augenyoga bringt also jeder Generation Erleichterung für die oft überlasteten Augen.


Einfache Gymnastikübungen für die Augen


Wer seinen Augen zwischendurch etwas Gutes tun möchte, braucht dafür nicht viel Zeit. Es lohnt sich allerdings, die Übungen täglich durchzuführen und nicht erst dann, wenn es zu Problemen kommt. Die permanente Überlastung des Sehorgans kann nämlich weitreichende Auswirkungen haben. Experten sprechen mittlerweile sogar vom Office-Eye-Syndrom. Darunter verstehen sie Symptome wie Jucken, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl, dass durch die oben beschriebene Reduktion des Lidschlags verursacht wird.

Abhilfe schaffen einfache Übungen: Nachdem der reduzierte Lidschlag trockene Augen verursacht, kann man durch bewusstes Blinzeln gegensteuern. Dann wird der Augenkörper wieder mit Tränenflüssigkeit überzogen und das Brennen lässt nach. Als Alternative haben Bildschirmarbeiter sanfte Augentropfen in der Schreibtischlade. Sie versorgen das Sehorgan zusätzlich mit Flüssigkeit. Auch nicht schwer: Einfach einmal aus dem Fenster blicken. Das hat nichts mit Arbeitsverweigerung zu tun, sondern ist eine ganz einfache Übung, um das Auge in die Ferne schweifen zu lassen. Das entspannt nämlich die gesamte Augenmuskulatur.

Auch eine sanfte Augenmassage kann dem Sehorgan bei der Entspannung helfen. Dazu kreist man sanft mit dem Zeige- und Mittelfinger rund um die Augenpartie. Vom inneren Lidrand bis nach außen verläuft die Bewegung, wobei der Druck bei der Massage in Richtung Schläfen durchaus etwas höher sein darf. Bei einer Massage wird die Durchblutung gesteigert und die gesamte Gesichtspartie mit Nährstoffen und Sauerstoff durchflutet.

Viele haben das Phänomen schon selbst erlebt: Wenn man herzhaft gähnen muss, schließen Tränen in die Augen. Diesen natürlichen Vorgang kann man sich leicht zunutze machen, um die Augen zu entlasten. Einfach mehrmals hintereinander Hähnen und sich dabei gut durchzustrecken wirkt sich positiv auf die Augen aus. Eine weitere Übung nennt sich Palmieren: Dabei werden die Hände zunächst fest aneinandergerieben. Somit erwärmt sich die Hautoberfläche. Anschließend legt man die Handteller auf die geschlossenen Augen und genießt die Wärme.


Rundum entspannt durch Augenyoga


Die indische philosophische Lehre Yoga ist seit rund 3.000 bis 4.000 Jahren bekannt. Ursprünglich wurde sie dazu entwickelt, um möglichst lange in der Meditationshaltung Lotussitz verweilen zu können. Schon seit längerem ist Yoga in Mitteleuropa angekommen: Immer mehr Menschen praktizieren die Übungen, die Körper, Geist und Atem in Einklang bringen. Kein Wunder also, dass Yoga auch für die Augen eine wahre Erholung ist.

Yogaübungen lassen sich ganz einfach zu Hause durchführen. Beim Augen Push-Up lässt man den Blick entlang einer gedachten Senkrechten mit der Einatmung nach oben wandern. Beim Ausatmen geht es wieder langsam hinunter. Nach zehn Wiederholungen werden die Augen zur Entlastung geschlossen. Eine weitere Übung ist das Augenkreisen: Dabei geht man mit den Augen einfach einer gedachten Uhr nach.

Neben Augengymnastik und Augenyoga lohnt es sich außerdem, viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Auch regelmäßig Bewegung in den Alltag zu integrieren, wirkt sich positiv aus. Sport kurbelt den Stoffwechsel an und verbessert im ganzen Körper die Sauerstoffversorgung.
 
Zurück nach oben
Schreiben
sie uns