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Ursachen von Augenproblemen in der digitalen Arbeitswelt - und mögliche Abhilfen

Rund die Hälfte aller erwerbstätigen Personen in Deutschland geht einer Arbeit nach, bei der sie auf einen Bildschirm schauen - also etwa 20 Millionen Menschen. Hinzu kommt, dass die meisten in ihrer Freiheit zusätzliche Zeit am Bildschirm verbringen - beispielsweise am Fernseher oder Smartphone. Zusammen genommen sind dies im Durchschnitt folglich häufig zehn oder zwölf Stunden am Tag. Wenn dies jahrelang Tag für Tag geschieht, ist das meist nicht folgenlos - insbesondere auf die Augen kann das ständige Starren auf Bildschirme langfristig negative Auswirkungen haben.

Ursachen von Augenproblemen in der digitalen Arbeitswelt

Vor allem junge Leute sind betroffen

Unter Augenproblemen aufgrund regelmäßiger und langanhaltender Arbeit am Computerbildschirm leiden in besonderem Maße technologieaffine Personen. Sehr häufig sind dies junge Menschen, die in den 80er Jahren oder später geboren wurden und aufgrund der zunehmenden Digitalisierung bereits in ihrer frühen Kindheit Kontakt zu Bildschirmen - etwa in Form von Spielkonsolen oder Computerscreens - hatten.

Das US-amerikanische Vision Council führte eine Studie durch und kam zum Ergebnis, dass fast 70 Prozent der Angehören der sogenannten Generation Y (also der nach 1980 geborenen Personen) an einer "digitalen Krankheit" der Augen leiden. Teilweise tritt diese bereits auf, wenn eine Person lediglich zwei oder drei Stunden am Bildschirm verbringt. Die Augenlinse wird hierbei weniger elastisch, wodurch es zunehmend anstrengend für das Auge wird, naheliegende Objekte zu fokussieren, damit diese scharf gesehen werden.
Diese Überanstrengung des Auges kann sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern. Dazu zählen unter anderem:
  • trockene und/oder juckende Augen
  • unscharfes Sehen
  • Augenmüdigkeit
  • Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Augenrötungen
Die "digitale Augenkrankheit" kann auf Dauer im schlimmsten Fall zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Dazu zählen unter anderem Glaukom, Netzhautablösung und Makuladegeneration. Bei Personen, die sehr viel Zeit am Bildschirm verbringen, ist das Risiko für diese Erkrankungen deutlich erhöht.

Verstärkende Faktoren

Durch bestimmte Umstände kann sich die Belastung der Augen erhöhen, sodass selbst bei relativ kurzer Zeit vor dem Bildschirm bereits negative Symptome auftreten können.
An prominenter Stelle zählt steht hierbei ein suboptimales Arbeitsumfeld, wie es viele Menschen unter anderem im Home Office vorfinden. Dieses zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass der Bildschirm zu klein oder der Arbeitsraum schlecht ausgeleuchtet wird. Ein zu großer oder kleiner Abstand zum Screen strengt die Augen ebenso an wie ein schlecht belüftetes Zimmer mit trockener Luft.
Darüber hinaus belastet es die Augen stark, wenn sie keine ausreichenden Pausen von der Arbeit am Computer erhalten. Das liegt daran, dass die Häufigkeit des Blinzelns bei Arbeit am Bildschirm deutlich abnimmt. Dadurch wird der Tränenfilm seltener erneuert und die Hornhaut des Auges weniger mit wichtigen Proteinen und Fett versorgt.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Augenprobleme aufgrund von Bildschirmarbeit

Selbst wenige Minuten lange Pausen, beispielsweise wenn im Büro etwas von einem Kollegen abgeholt werden muss, geben den Augen einen Moment zum Erholen. Im Home-Office sind solche kurzen Pausen, bei denen die Augen vom Bildschirm abgewendet werden und neu fokussieren müssen, deutlich seltener. Experten raten im Home-Office tätigen Personen daher, ganz gezielt Pausen einzubauen, während denen sie für ein paar Minuten aus dem Fenster schauen und in der Ferne zu schweifen oder die Augen schließen. Kontraproduktiv ist hingegen, in den Arbeitspausen auf einen anderen Bildschirm, wie z. B. den des Smartphones, zu schauen.

Wer häufig unter trockenen Augen leidet, kann darüber hinaus mit Augentropfen den natürlichen Tränenfilm der Augen unterstützen, wenn es nicht hilft, das Fenster regelmäßig zu öffnen oder die Luftfeuchtigkeit anderweitig zu erhöhen. Neben einer passenden Sehhilfe, wenn benötigt, sollte unbedingt auch auf den richtigen Abstand zum Bildschirm geachtet werden. Dieser sollte rund 50 bis 80 cm betragen. Außerdem ist wichtig, dass Computerscreens nach Möglichkeit immer quer zu Lichtquellen und Fenstern aufgestellt werden. So wird man bei der Arbeit weniger von direktem Licht und Reflexionen geblendet, die gleichermaßen schädlich für die Augen sind.
 
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