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Glaukomanfall: Erhöhter Augeninnendruck

Glaukomanfall: Erhöhter Augeninnendruck

Die meisten Menschen nehmen es als selbstverständlich hin, dass sie gut sehen. Erst wenn es zu Problemen mit den Augen kommt, weiß man zu schätzen was dieses ausgeklügelte Organ täglich leistet. Lässt das Sehvermögen nach, sind die Folgen fatal. Zunächst einmal schränken Augenprobleme die Leistungsfähigkeit im Berufsleben ein: Wer nur mehr schlecht lesen kann oder bei der Computerarbeit Augenschmerzen entwickelt, kann weiteren Verlauf seinen Job nicht mehr wie gewohnt ausführen. Auch auf das Privatleben haben Augenerkrankungen weitreichende Auswirkungen: Geliebte Hobbys können unter Umständen nicht mehr ausgeführt werden, auch die Partnerschaft leidet. Augenerkrankungen können sich schleichend entwickeln oder ganz plötzlich auftreten. Eine der Erkrankungen, die sofortige ärztliche Hilfe benötigen ist ein Glaukomanfall.

Glaukomanfall: Ursachen und Definition

Das Risiko ein Glaukom zu entwickeln steigt mit dem Lebensalter. Ab dem 40. Geburtstag kommt es vermehrt vor. Eigentlich ist Grüner Star oder Glaukom ein Sammelbegriff für gleich mehrere schwerwiegende Augenerkrankungen. Es gibt jedoch auch einige, eher seltene Fälle wo ein Glaukom angeboren ist. Wenn der Grüne Star nicht behandelt wird, führt er zum Erblinden. Generell wird beim Glaukom die Netzhaut geschädigt, auch der Sehnerv ist in Mitleidenschaft gezogen. Als Grüner Star wird der starre Blick bezeichnet, der entsteht, wenn das Auge erblindet. Doch auch der grün-blaue Schimmer der Iris wird Grüner Star genannt.
 
Gleich mehrere Faktoren spielen bei der Entstehung von Grünem Star eine Rolle. Meistens liegt als Ursache ein erhöhter Augendruck vor. Um zu verstehen wie es zu Grünem Star kommt sollte man wissen wie erhöhter Augendruck entsteht. In der vorderen Augenkammer wird ständig Kammerwasser gebildet, das über das Abflusssystem, das sich im Kammerwinkel befindet, abgeleitet wird. Dass das Kammerwasser ständig ausgetauscht wird ist für die Augengesundheit besonders wichtig. Immerhin transportiert es Sauerstoff und Nährstoffe zur Hornhaut und in die Linse. Sie haben nämlich keine Blutgefäße und müssen daher über das Kammerwasser versorgt werden. Kommt es zu einem Stau des Kammerwassers in der vorderen Augenkammer, steigt der Augendruck an.

Im Normalfall liegt der Augendruck zwischen 10 und 21 mmHg, wobei Schwankungen von 5 mmHg innerhalb eines Tages durchaus normal sind. Interessant zu wissen ist, dass die höchsten Werte in den frühen Morgenstunden und während der Nacht auftreten. Bei einem Glaukom ist der Druck auf 40 bis 60 mmHg erhöht. Das wiederum führt dazu, dass die Nervenzellen wegen der Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen absterben.

Wie sich ein Glaukomanfall bemerkbar macht

Bei einem Glaukomanfall handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofortiges Handeln erfordert. Wird kein Arzt aufgesucht, kann das Auge erblinden. Eine akute Sehverschlechterung tritt ein, die jedoch mit verschiedenen anderen Symptomen verbunden ist:
  • Meistens verspüren die Betroffenen starke Schmerzen über dem Auge, der von einem Glaukomanfall betroffen ist
  • Das Sehvermögen verschlechtert sich rapide, Patienten sehen wie durch einen Schleier, es ist auch möglich, dass sich Ringe in Regenbogenfarben im Sichtfeld beginnen
  • Teilweise wird den Betroffenen auch richtig übel
  • In ganz extremen Fällen strahlen die Schmerzen in die Brust, in die Arme und Schultern aus
Wer eines dieser Symptome in Zusammenhang mit einer massiven Verschlechterung der Sicht bemerkt, handelt besser rasch. Es gibt verschiedene Faktoren, die einen Glaukomanfall begünstigen. Dazu zählt das Lebensalter: Menschen, die den 40. Geburtstag bereits hinter sich haben, leiden häufiger daran. Auch Menschen mit einem niedrigen Blutdruck zählen zur Risikogruppe. Außerdem haben Experten eine erblich bedingte Vorbelastung feststellen können. Wenn Die Eltern und die Geschwister bereits einmal einen Glaukomanfall entwickelten, sind Angehörige ebenfalls gefährdet. Diabetes, Durchblutungsstörungen und starke Fehlsichtigkeit (Kurz- oder Weitsichtigkeit) können ebenfalls zu einem Glaukomanfall führen.

Prävention und Behandlung eines Glaukomanfalls

Vorbeugen kann man einem Glaukomanfall durch regelmäßige Besuche beim Augenarzt. Zur jährlichen Kontrolle gehört unter anderem die Messung des Augendrucks dazu. Dazu stehen dem Mediziner verschiedene Verfahren offen. Ein geschulter Augenarzt kann mit einem einfachen Fingerdruck auf dem Auge den Druck abschätzen. Noch dazu gibt es mehrere Messverfahren. Besonders häufig wird die Non-Contact Tonometrie angewendet. Dabei wird mit einem speziellen Gerät ein Luftstoß in das Auge geblasen. Relevant für die Diagnose ist der Rückstoß. Bei der Schiötz Tonometrie kommt ein kleiner Stift zur Messung zum Einsatz. Außerdem steht die Goldmann-Tonometrie zum Einsatz: Dabei wird das Auge betäubt, anschließend setzt der Augenarzt ein Kontaktprisma auf die Hornhaut. Dieses kleine Gerät misst den Augendruck.

Doch kann man mit einem gesunden Lebensstil der Entstehung eines Glaukoms entgegenwirken. Ungünstig wirkt sich eine schlechte Durchblutung auf den Augendruck aus. Das ist mit ein Grund warum Experten empfehlen mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Sport kurbelt den Stoffwechsel an und bringt auch die Durchblutung in Schwung. Weithin bekannt ist, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Es wirkt sich nachteilig auf die Gesundheit aller Gefäße und somit auch des Auges aus. Auch einige Medikamente tragen zur Entstehung von Glaukomanfällen bei. Dazu zählen Schlafmittel, die den Blutdruck während der Nachtstunden signifikant senken.

Als erste Maßnahme gegen erhöhten Augendruck bieten sich Medikamente an. Drucksenkende Augentropfen zum Beispiel führen dazu, dass sich der Augendruck normalisiert. Helfen die Medikamente nicht, steht eine Laserbehandlung als Alternative zur Verfügung. Dabei werden unter anderem neue Durchgänge geschaffen, um das Kammerwasser wieder besser ablaufen zu lassen. Schmerzen verspüren die Patienten während dieses Eingriffs nicht. Wie gut sich ein Glaukomanfall behandeln lässt richtet sich nach der Dauer: War der Augendruck bereits über eine längere Zeit erhöht, kann es sein, dass der Sehnerv bereits geschädigt wurde.

Sonderfall: Das PEX-Glaukom

Beim Pseudoexfoliationsglaukom handelt es sich um eine Sonderform des Grünen Stars. Experten sprechen von sekundären Glaukomen, ganz genau handelt es sich um eine Spezialform des Offenwinkelglaukoms. Charakteristisch dafür ist, dass sich ein Fremdmaterial im Auge bildet, das ein wenig an Staub erinnert. Die kleinen Teile lassen das Kammerwasser nicht mehr richtig aus dem Auge abfließen und der Druck erhöht sich. Außerdem setzen sich die Partikel auf der Linse ab. Durch die Kombination dieser beiden Faktoren entstehen große Schäden an der Linse. Im Anfangsstadium behandeln Augenärzte des PEX Glaukom mit Augentropfen. Im fortgeschrittenen Stadium kommen die Betroffenen um eine Augenoperation nicht herum. 

Generell lässt sich feststellen, dass regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt der einzige Ausweg sind, um Glaukomanfällen vorzubeugen. Im Zuge des Termins findet nämlich nicht nur der bewährte Lesetest, sondern auch eine Augendruckmessung. Sie hilft dabei, Glaukome frühzeitig zu erkennen und so die Heilungschancen deutlich zu erhöhen.
 
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