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Alles rund um den Augenmuskel – Funktion, Aufbau und mögliche Probleme



Unsere Augen Sehen für uns den ganzen Tag. Selbst wenn wir sie gerade nicht aktiv bewusst benutzen, wie zum beispiel zum Lesen oder zum Fernsehen – sie tun den ganzen Tag ihren Job und nehmen alle visuellen Reize wahr, die sich in unserem Blickfeld befinden. Durch die selektive Wahrnehmung unseres Gehirns, filtert dieses alle, als wichtig befundenen Reize heraus – diese nehmen wir dann bewusst wahr. Unsere Sinnesorgane nehmen gemeinsam rund 10 Millionen Reize wahr. Doch nur etwa 40 bemerken wir auch bewusst. Durch diese Selektion wird unser leben überhaupt erst möglich. Denn würden wir alle Reize ungefiltert wahrnehmen, würden wir wohl bereits nach wenigen Sekunden wahnsinnig werden. Doch obwohl in unserem Bewusstsein nur ein klitzekleiner Bruchteil der Reize ankommt, nehmen unsere Sinnesorgane jeden einzelnen wahr. Für unsere Augen, Ohren und all die anderen Sinnesorgane gibt es, solang wir munter sind, keine einzige Pause. Klar also, dass sich diese auch leicht einmal überanstrengen. Gerade unsere  Augen sind durch unseren momentanen Lebensstil schnell überlastet. Die viele Arbeit am PC und die Nutzung unsres Smartphones bedeutet eine große Anstrengung für die Augenmuskulatur. Doch wie funktioniert diese nun und was kann man tun, um diese auch einmal etwas zu schonen?


Aufbau der Augenmuskel


Die Augenmuskeln sind der Bewegungsapparat unseres Auges. Durch sie kann das Auge bewegt werden. Obwohl diese Muskeln im Vergleich zu anderen Körpermuskeln sehr klein sind, leisten sie Großes. Durch die Augenmuskeln ist es uns möglich, unsere Augen ganz exakt zu bewegen. Könnten wir dieses nicht, wäre ein optimales Sehen unmöglich. Die Augenmuskeln sind nicht nur dafür verantwortlich, dass wir die Augen hin und her, auf und ab bewegen können, um so unsere Umwelt bestmöglich wahrzunehmen. Sie können außerdem die Krümmung der Linse verändern um nähere oder Objekte in der Ferne scharf sehen zu können.

Insgesamt bewegen unser Auge sechs Augenmuskeln. Diese kann man in zwei verschiedene Unterteilungen aufgliedern. Auf der einen Seite haben wir vier gerade Augenmuskel, zum anderen auch noch zwei schräge. Die geraden Augenmuskel sind rund einen Fingerbreit groß und recht dünn. Die schrägen Augenmuskel sitzen am Rand des Auges und ziehen einmal Richtung Gesichtsmitte und zur Außenseite des Gesichts. Neben diesen beiden Muskelarten gibt es einen weitern Muskel, den man nicht außer Acht lassen sollte. Der Ziliarmuskel ist zwar nicht entscheidend für die Bewegung des Auges, dafür aber umso mehr für die Akkommodation, sprich das Nah- und Fernsehen. Dies funktioniert durch Spannung, beziehungsweise Entspannung. Durch seinen Sitz im Strahlenkörper des Auges wird dies erst ermöglicht. Spannt sich der Ziliarmuskel an, erschlafft das sogenannte Linsenaufhängeband, an dem der Muskel anliegt. So wölbt sich die Linse auf und Nah sehen ist nun scharf möglich. Entspannt sich der Muskel wieder, wird das Band gestrafft und die Linse wird flacher.


Funktion der Augenmuskel


Den Augenmuskeln verdanken wir es, dass wir einen großen Teil unserer Umwelt scharf sehen können. Denn der Bereich der Netzhaut, auf dem ein scharfes Bild erzeugt wird, ist sehr klein. Erst durch sogenannte Sakkaden, Blicksprüngen des Auges, kann ein größeres, scharfes Bild gesehen werden. Für diese Sakkaden sind unsere Augenmuskeln verantwortlich. Möchten wir unsere Umwelt ganz genau wahrnehmen, wie etwa die Wörter beim Lesen, passieren etwa alle 300 Millisekunden solche Sakkaden um ein scharfes Bild zu erstellen. Unser geschärftes Bild kommt also nicht, wie oft irrtümlich gedacht, durch ein einziges Bild zustande, sondern durch das Zusammensetzen von unzähligen Abbildungen, die durch Sakkaden entstehen. 

Die Schwierigkeit der Sakkaden bei statischen Bildern, und bei Folgebildern bei bewegten Abläufen ist vor allem die Synchronität. Beide Augen müssen absolut synchron arbeiten und von den Augenmuskel exakt bewegt werden, um Doppelbilder und somit Verwirrungen unseres Gehirns auszuschließen. Doch wäre das nicht schon schwer genug, muss die Augenmuskulatur zusätzlich noch unsere eigenen Körperbewegungen ausgleichen. Schließlich befinden sich ja nicht immer beide Augen auf exakt gleicher Höhe, wie es zum Beispiel beim Gehen der Fall ist. Funktioniert diese Synchronität nicht einwandfrei, kommt es zum Schielen. 


Mögliche Probleme der Augenmuskulatur


Wie alle Muskeln können auch die Augenmuskeln verspannt sein. Dese entstehen meist durch äußerliche Faktoren oder Angewohnheiten des Alltags. Ständiges Blicken aufs Handydisplay oder andauernde Arbeiten am PC sind besonderes Gift für unsere Augenmuskulatur. Denn unsere Augen sind dafür gemacht die Umgebung in einem großen Raum wahrzunehmen und nicht ständig auf einen kleines Display zu schauen. Selbst die Monitore eines PCs sind viel zu klein für unsere Auge. Je länger wir dann auf diese Dinge starren, und umso kleiner das Ding ist, desto starrer und verspannter werden unsere Augen. Um dieser Starre zu entgehen, kneifen dann viele ihre Augen unbewusst immer wieder zu. Dieses wird schließlich zu einem Muster und passiert auch in anderen Situationen, wie beim Nachdenken immer wieder. Doch diese ruckartigen Bewegungen lockern das starre Auge dann nicht, sondern verschlimmernd den Zustand nur noch zusätzlich. Diese Verspannungen äußern sich bei jedem anders. Manche haben stark tränende Augen, die verspannten Augen anderer sind wieder besonders trocken. Es gibt übrigens einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Augen- und der Nackenmuskulatur. Wer einen verspannten Nacken hat, hat meist auch verspannte Augen. 


Verspannungen der Augen lösen


Das beste und natürlichste Augentraining ist ein einfacher Spaziergang in der Natur. Das Auge kann da, ganz nach seiner Natur, auch einmal in die Ferne sehen und viele verschiedene Eindrücke abseits eines Bildschirm wahrnehmen. Hat man diese Möglichkeit gerade nicht, gibt es einige Übungen, die dazu beitragen, dass sich die Augenmuskulatur etwas lockert.
  • Übung 1: Für die erste Übung streckt man seine Hand aus und hält seinen Daumen etwa 30 Zentimeter vor sein Gesicht. Nun bewegt man diesen in schnellen und willkürlichen Bewegungen und verfolgt diesen mit seinem Blick. Dies macht man rund 20 Sekunden. Anschließend fixiert man den ruhenden Daumen vor seinem Gesicht.
  • Übung 2: Hierfür hält man wiederum seinen Daumen vor sein Gesicht. Nun läuft man für eine oder zwei Minuten in der Wohnung oder am Arbeitsplatz umher, ohne dabei den Fokus von seinem Daumen zu nehmen. Nun nennt man sich selbst immer wieder Gegenstände, die man in seinem Blickfeld findet, ohne diese zu fokussieren, da der Blick ja weiterhin auf den Daumen fixiert ist. 
  • Übung 3: Für die dritte Übung malt man einige Kritzeleien in mehreren Farben auf ein Blatt Papier. Dann fährt man den jeweiligen Strich einer Farbe entlang. Dies wiederholt man mit allen Farben.
 
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